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Wedel-Schulauer Tageblatt

22. Oktober 2017 | 03:47 Uhr

Steuern rauf – ohne Diskussion

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Einstimmig Dritte Erhöhung in Folge in Holm

Und schon wieder gehen in Holm die Steuern rauf: Während ihrer jüngsten Sitzung haben die Mitglieder des Gemeinderats einstimmig beschlossen, den Bürger das dritte Mal in Folge stärker zur Kasse zu bitten. Und zwar ohne Diskussion. Während im Bundes- oder Landesparlament die Verabschiedung des Haushalts zu hitzigen Debatten und zur Abrechnung der Opposition mit der Regierung führt, hatten weder die Mitglieder der SPD-Fraktion noch der fraktionslose Gemeindevertreter Hartmut Kieselbach (SPD) Redebedarf.

Vorgestellt wurde der Haushaltsplan 2017 von Rainer Jürgensen (Foto), Amtsdirektor des Amts Moorrege. Er bescheinigte dem Holmer Rat eine solide Haushaltsführung. 346  510 Euro befinden sich in der Dorfkasse. Damit der Haushalt für das kommende Jahr ausgeglichen ist, müssen daraus allerdings 129  200 Euro entnommen werden. Der Verwaltungshaushalt sieht Ausgaben von 5,25 Millionen Euro vor, Einnahmen von 5,16 Millionen Euro. Der Vermögenshaushalt wurde auf Einnahmen und Ausgaben von 1,92 Millionen Euro beschlossen.

Die Grundsteuer B für Grundstücke wurde auf 325 Punkte festgelegt. Sie stieg seit 2014 mit 295 Punkten in 2015 auf 311 Punkte und 2016 auf 320 Punkte kontinuierlich an. Die Gewerbesteuer betrug 2014 310 Punkte, 2015 322 Punkte und 2016 330 Punkte und liegt nun bei 336 Punkten.

Die Grundsteuer ist für jedes Objekt individuell. Der Einheitswert richtet sich im Wesentlichen nach dem Gebäudewert, erläuterte Jens Neumann, Haushaltsfachmann im Amt Moorrege. Für ein Neubau-Einfamilienhaus bedeutet das bei einem Grundsteuermessbetrag von 120 Euro 390 Euro im Jahr, 2016 waren es 384 Euro. Für das gleiche Objekt würden Eigentümer in Moorrege 312 Euro bezahlen. Dort liegt die Grundsteuer seit vielen Jahren bei 260 Prozent.

Amtsdirektor Jürgensen kommentierte die Holmer Steuererhöhung mit den Worten: „Das macht für den einzelnen Bürger nur zehn Euro im Jahr aus. Das ist nichts.“

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