Erweiterung für SC Rist : Steinberg in Wedel: Kommt eine Sporthalle statt einer Unterkunft?

Die weitere Planung für eine Unterkunft am Steinberg 8 soll ausgesetzt werden, „bis Ergebnisse des Sportentwicklungsplanes Wedel vorliegen“. 

Die weitere Planung für eine Unterkunft am Steinberg 8 soll ausgesetzt werden, „bis Ergebnisse des Sportentwicklungsplanes Wedel vorliegen“. 

Die Stadt will den umstrittenen Unterkunftsbau auf dem Grundstück Steinberg 8 auf Eis legen.

shz.de von
28. August 2018, 12:30 Uhr

Wedel | Die Stadt will den umstrittenen Unterkunftsbau auf dem Grundstück Steinberg 8 auf Eis legen. Dies geht aus einer Beschlussvorlage für den kommenden Umwelt-, Bau- und Feuerwehrausschuss hervor. Danach soll die weitere Planung ausgesetzt werden, „bis Ergebnisse des Sportentwicklungsplanes Wedel vorliegen“. 

Die Stadt begründet die Empfehlung mit akutem Platzmangel für zahlreiche Vereine. Das zur Verfügung stehende Raumangebot an Hallenplätzen sei an die Kapazitätsgrenzen gelangt, heißt es seitens der Verwaltung. Naheliegend daher der Schluss der Stadt: Das Ergebnis der Sportentwicklungsplanung könnte einen erforderlichen Hallenneubau als Ergebnis haben, der unter Umständen auf dem an die Steinberghalle angrenzenden Grundstück Steinberg 8 realisiert werden soll.

SC Rist beklagt Kapazitätenmangel

Die Vorlage dürfte beim SC Rist für Beifallsstürme sorgen. Wedels Basketballer hatten erst Anfang des Jahres den Unterkunfts-Neubaubeschluss öffentlich heftig kritisiert. Mit dem Bau würde die Möglichkeit einer dringend notwendigen Erweiterung der bestehenden Halle ein für alle Mal vergeben, hieß es in einer Erklärung des SC-Rist-Vorstands (wir berichteten). Der Verein hatte sich vor den Haushaltsberatungen im September vergangenen Jahres in einem offenen Brief an die Stadt gewandt und vor allem im Jugendbereich massive Einschränkungen infolge fehlender Hallenkapazitäten beklagt. Die Basketballer hatten daher die Stadt aufgefordert, einen Erweiterungsbau in Erwägung zu ziehen. Kurz darauf war die Politik jedoch mehrheitlich dem Beschlussvorschlag der Stadt gefolgt und hatte 1 Million Euro für den Unterkunftsbau am Steinberg genehmigt. Lediglich CDU und FDP hatten gegen die Vorlage votiert. Beide wollten eine Unterkunft nicht mit städtischen Mitteln, sondern durch Investoren realisieren.

Stadt sieht drohenden Unterbringungsengpass

Die Verwaltung zeigt in ihrer Vorlage auf, dass die Planung für eine mehrgeschossige Unterkunft am Steinberg für Flüchtlinge, Wohnungslose und Asylsuchende so weit fortgeschritten ist, dass eine Umsetzung unmittelbar erfolgen könnte. Auch das Planrecht liege vor. Bis klar ist, in welche Richtung der Sportentwicklungsplan geht, sollten nun keine weiteren Kosten für die Bauvorbereitung erzeugt werden.

Die Stadt weist indes darauf hin, dass es ohne den Bau einer Unterkunft am Steinberg, die die bestehende maroden Unterkunft dort ersetzen soll, trotz zurückgehender Flüchtlingszahlen mittelfristig zu Engpässen in der Unterbringung kommen könnte. Parallel will die Verwaltung daher einen Vorschlag zur Erneuerung bestehender abgängiger Unterkünfte erarbeiten.

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