Start für Holms Freizeitanlage

Gemeindevertretung stellt 10 000 Euro für erste konkrete Planungen bereit / Fläche im Entwurf um 1100 Quadratmeter geschrumpft

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04. Juli 2015, 10:00 Uhr

Im Tine-Kropp-Haus werden bereits fleißig unkaputtbare Chillbänke für Holms neue Freizeitanlage zusammengezimmert. In der Gemeindevertretung wird zeitgleich über den Platz für die Jugend gestritten. Der Zwist zwischen SPD- und CDU-Fraktion entbrannte in der jüngsten Sitzung am Beschlussvorschlag, von den im laufenden Haushalt bereits eingestellten 50  000 Euro jetzt 10  000 Euro freizugeben, um mit ersten Planungen zu beginnen.

Wieso in den angehängten Unterlagen die Größe des neuen Freizeitgeländes denn um 1100 Quadratmeter geschrumpft sei, wollte SPD-Fraktionschef Dietmar Voswinkel wissen. Von ursprünglich 3900 auf jetzt 2800 Quadratmeter sei das Areal herabgesetzt. „Das Modell der Jugendlichen reduziert sich quasi um den Bolzplatz“, rechnete er vor. Und fügte an. „Der Tenor alles auf einen Platz ist so nicht mehr gewährleistet.“


Details werden später ausgearbeitet


„Wir beschließen hier doch nicht, wie der Platz aussehen soll“, entgegnete Tobias Zeitler, Fraktionsvorsitzender der CDU. Details, was möglich ist, würden später ausgearbeitet. Nie sei ein fester Anspruch auf bestimmte Dinge zugesichert worden. „In die Situation dürfen wir uns auch nicht begeben“, insistierte Zeitler.

„Wir machen keine Versprechungen, wir halten uns an Fakten“, erwiderte Voswinkel. Die falschen Zahlen hätten sich aus falschen Zeichnungen ergeben, erläuterte Bürgermeister Walter Rißler (CDU). Der Ort stehe fest: Das Gelände komme neben die Tennisplätze. Aber: „Wir haben nie über die Größe gesprochen“, so Rißler. Die Zeichnung sei lediglich eine Beispielzeichnung gewesen. Zeitler präzisierte, dass der finanzielle Rahmen für die Ausgestaltung noch gar nicht feststehe.

Gemeindevertreter Detlef Kleinwort (CDU) fehlte grundsätzlich das klare schriftliche Bekenntnis des TSV, die neue wegen Aufstiegs in die Regionalliga benötigte Baseballanlage, die einen neuen Jugendplatz erst angestoßen hatte, jetzt auch finanzieren und bauen zu wollen. „Die machen große Planungen, die nehmen richtig Geld in die Hand“, wusste Fraktionschef Zeitler. Bürgermeister Rißler erinnerte an den Beschluss der Gemeindevertreter in der März Sitzung: „Auch wenn’s nichts wird, wollen wir was für die Jugend machen, das haben wir gesagt.“ Mit 13 Befürwortungen, einer Nein-Stimme und einer Enthaltung wurden die 10  000 Euro für vorbereitende Planungen und Lärmemissionsuntersuchungen bewilligt.

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