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Rolf Zukowski in Hetlingen : Starke Kinder zwingt keiner in die Knie

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

„Elbkinderland“ in der Haseldorfer Marsch: Jubiläumskonzerte mit dem bekannten Liedermacher zum zehnten Geburtstag begeistern 900 Fans.

shz.de von
erstellt am 16.Sep.2013 | 16:00 Uhr

Für den großen Liedermacher und „Vater“ der Elbkinderchöre, Rolf Zuckowski, war die Öffnung der Mauer ein „ganz großes Ding“ und kaum etwas hat ihn so „bewegt und aufgerüttelt“, erzählte er. Die Idee, auch musikalisch Ost und West zusammenzuführen, wuchs in ihm: Und im Jahr 2003 gründete sich der Verein „Elbkinderland.“

Am vergangenen Wochenende wurde mit einem rauschenden Fest an drei Tagen nun schon der zehnte Geburtstag des Vereins gefeiert. Insgesamt erlebten mehr als 900 begeisterte Fans der weit gefächerten Chormusik bei zwei Jubiläumskonzerten in der Haseldorfer Marsch, wie Zuckowski auf seine Art – mit der Kraft der Musik und mit immer mehr singenden Kindern in Chören entlang der Elbe/Labe von der Quelle bis zur Mündung – diese Wiedervereinigung bis heute mit prallem Leben füllt und engagiert weiterführt. Seit Beginn findet sich an seiner Seite stets der „Meister aller Tasten“, Michael Gundlach, der auch bei der Geburtstagsgala Akkordeon und Keyboard spielte.

Am Freitag startete das seit einem Jahr geplante Jubiläumsprogramm mit vereinter Unterstützung des Vorstandes vom „Elbkinderland“, der Spartenleiterin des Elbkinderchores Hetlingen, Monika Riekhof, der Gemeinde Hetlingen und ihrer Bürgermeisterin Barbara Ostmeier sowie vielen tatkräftigen Helfern rund um die Chöre des „Elbkinderlandes.“ Den passenden Rahmen gab die von Udo Prinz von Schoenaich-Carolath-Schilden zur Verfügung gestellte Scheune in Haseldorf. Die Männer der Freiwilligen Feuerwehr Haseldorf sorgten vor dem Tor für einen reibungslosen Ablauf.

Den Anfang auf der Bühne gestaltete der Elbkinderchor Hetlingen – an diesem Abend in der „kleinen“ Besetzung, mit Schülern von der ersten bis zur siebten Klasse – unter der Leitung der temperamentvollen Manuela Teichmann. Sie sangen und „siegten“ musikalisch mit schönen Stimmen und starken, Mut machenden und auch lustigen Liedern zum Teil von und zusammen mit Liedermacher Zuckowski.

Ein Lied für den „echten“ Prinzen

Von der anderen Seite der Elbe waren die Buxtehuder Stieglitze mit ihren Leiterinnen Roswitha Cramer-Kölzer und Julia Korzeniowski und dem Chorgründer Christofer Seyd in „großer Delegation“ angereist und fetzten die Bühne mit schmissigen Liedern und wehenden bunten Tüchern. Auch sie sangen natürlich – wie alle anderen – Lieder mit Zuckowski zusammen.

Aus Hamburg war Chorleiter Jens Pape mit seinen frechen, witzigen und stimmlich ausgesprochen geschulten „Jungs“ gekommen. Als sie hörten, dass ein „echter Prinz“ in Haseldorf wohnen würde, wollten sie unbedingt das Lied „Wenn ich König von Deutschland wäre“ singen.

Auch ein Projektchor mit zehn ausgewählten Kindern aus Blankenese, Magdeburg, Bleckede und Dessau konnte im Zusammenspiel mit dem Liedermacher absolut überzeugen.

Staunend über die vereinte, umwerfende Musikalität so vieler unterschiedlicher Kinder und erfüllt von großer Bewunderung für das fröhliche, selbstbewusste und einfach „starke“ Auftreten der Chöre ließ sich das Publikum von einer Welle ansteckend guter Laune mitreißen, klatschte im Takt, sang zum Teil mit und stand auf, als bei dem Lied „Die Jahresuhr“ von Zuckowski ihr eigener Geburtsmonat besungen wurde.

Beim Finale mit den 95 Kindern, ihren Chorleitern, den Organisatoren, Musikern und selbstverständlich dem „Frontmann“ Zuckowski war kein Halten mehr. Überbordende Fröhlichkeit und große Erleichterung über das so mitreißende Konzert mischten sich mit dem anhaltenden Applaus der begeisterten Zuhörer.
 

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