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Wedel : Standorte für Notunterkünfte stehen fest

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Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Die Stadt steigt ein in Realisierung von festen Wohnhäusern an der Feldstraße und am Steinberg. FDP pocht auf Prüfung der Schenkungsauflagen.

An erster Stelle das Grundstück Ecke Feldstraße / Rudolf-Breitscheid-Straße, an zweiter das Areal neben der Steinberghalle: Mit deutlichem Ja bei einer Enthaltung und Ablehnung lediglich seitens der CDU bekräftigte der Rat das Votum der Fachausschüsse in Sachen Flächenauswahl für den Bau von Notunterkünften.

Bedeutet für die Verwaltung: Ergibt die Prüfung, dass die Areale tatsächlich geeignet sind, kann gebaut werden. Nach Verwaltungsdarstellung könnten jeweils bis zu 30 Wohneinheiten an beiden Standorten entstehen. Hintergrund ist der wachsende Druck bei der Flüchtlingsunterbringung. 1,4 Euro plant Wedel für die Investition in feste Häuser ein.

Eine Zahl, die in verschiedenen Verwaltungsvorlagen ebenso differiere wie die der möglichen Wohneinheiten, monierten die Christdemokraten. In der ursprünglichen Darstellung sei nur von 14 Wohneinheiten an der Feldstraße die Rede: „Und das wird dem Bedarf nicht gerecht“, nannte Planungsausschusschef Michael Schernikau (CDU) einen Grund für die Ablehnung des Standorts. Seine Partei hatte an Platz eins den Steinberg gesehen mit zwei Neubauten. Gefolgt vom Grundstück der Pinneberger Straße 230. Der Bestandsschutz, den die Verwaltung als Hemmnis für das Areal aufzeigte, könne unter den gegebenen Umständen kaum ein Hinderungsgrund sein, so Schernikau.

Linke erinnert an Willkommenskultur

Steinberg – das wollten auch die übrige Parteien. Allerdings an Platz zwei der Prioritätenliste (wir berichteten). Durch die Bank kritisch gesehen wurde dagegen die Pinneberger Straße. Zu weit draußen, keine Verkehrsinfrastruktur waren Gegenargumente. Willkommenskultur für Flüchtlinge habe auch eine räumliche Dimension, so Linke-Chef Detlef Murphy: „Wenn man Menschen an den Rand der Stadt drängt, drängt man sie auch an den Rand der Gesellschaft.“

Ganz ähnlich klang das bei Renate Koschorrek, Fraktionsvorsitzende der FDP. Unter anderem aufgrund der zentralen Lage sei die Feldstraße Favorit der FDP. Auch wenn die Liberalen wüssten, dass es Konflikte mit den Anwohnern gebe. „Wir müssen gleichwohl daran arbeiten, dass es in der Stadt nicht auch nur zu einem Ansatz von Fremdenfeindlichkeit kommt“, so Koschorrek. Zudem müsse ein für allemal geklärt werden, ob es Schenkungsauflagen für das Grundstück gebe.

Wie berichtet soll das Areal der Stadt mit der Auflage überlassen worden sein, es als Grünfläche zu erhalten. Anwohner hatten erneut die Einwohnerfragestunde genutzt, um diesbezüglich auf Prüfung zu pochen. Bürgermeister Niels Schmidt wiederholte darauf die Aussage der Stadt, dass bislang keinerlei Eintragungen oder Papiere gefunden wurden, die eine solche Auflage bestätigen.

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erstellt am 22.Nov.2014 | 16:00 Uhr

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