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Mit Video : Stadt Wedel lässt geborgenes Schiff verschrotten

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Havarist zerlegt und entsorgt: Mit einem Bagger rückte ein Spezialunternehmen der 19-Tonnen-Yacht zu Leibe, die die Freiwillige Feuerwehr Wedel vor Weihnachten aus dem Tonnenhafen geborgen hat.

shz.de von
erstellt am 13.Jan.2016 | 12:00 Uhr

Wedel | Spätes Ende eines folgenschweren Bootstörns auf der Elbe: Mit einem Bagger rückte ein Spezialunternehmen der 19-Tonnen-Yacht zu Leibe, die die Freiwillige Feuerwehr Wedel vor Weihnachten aus dem Tonnenhafen geborgen hat.

„Wir mussten reagieren, da jeder Tag Geld kostete“, sagte Jürgen Brix, Leiter Wedeler Fachdienst Ordnung und Einwohnerservice, auf Tageblatt-Anfrage. Reagieren, das bedeutet: Mit schwerem Gerät wurde der Havarist zerlegt und entsorgt. Am Ende verlies die „Polonio“ die Feuerwache in Containern. Die Verschrottung des Boots sei in Abstimmung mit dem Eigentümer veranlasst worden, so Brix.

Die Kosten für die Bergung dürften sich nach seinen Angaben auf etwa 10.000 Euro belaufen. Für das Abwracken werden nochmals etwa 20.000 Euro fällig. „Wir sind in Kontakt mit dem Eigentümer, um uns das Geld zurückzuholen“, sagte Brix. Noch sei nicht klar, ob die Versicherung die Kosten trage, da der Eigner grob fahrlässig gehandelt habe.


(Video: Freiwillige Feuerwehr Wedel)

Wie berichtet war die „Polonio“ bei der Überführung von Hamburg nach Bremerhaven mit einem Ruderschaden liegen geblieben und in den Hamburger Yachthafen geschleppt worden. Der Eigner hatte sich anschließend nicht um den Verbleib des Schiffes gekümmert. Nach einigen Tagen stellte die Wasserschutzpolizei fest, dass das Schiffsdeck einen halben Meter unter Wasser stand. Ursache war ein Leck im Ruderbereich. Der vollgetankte Havarist drohte zu sinken und das Hafenbecken zu verschmutzen. In einem Zwölf-Stunden-Einsatz verhinderte Wedels Feuerwehr den Untergang. Schließlich wurde der Koloss mit Hilfe des THW per Teleskopkran aus dem Wasser gehoben.

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