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Wedel-Schulauer Tageblatt

22. Oktober 2017 | 09:18 Uhr

Wedel : Sportförderung mal anders

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Nikolaj Güntner sammelt Trikots, Schlittschuhe und Bälle aus Wedel und Umgebung für seine alte Heimat Kasachstan.

shz.de von
erstellt am 02.Jan.2014 | 16:00 Uhr

Dass nicht nur die Weihnachtszeit dazu geeignet ist, anderen Menschen eine Freude zu bereiten, beweist Nikolaj Güntner (55) aus Wedel nun schon seit mehreren Jahren. So beschloss der gebürtige Kasache mit deutschen Vorfahren, der 1997 nach Deutschland aussiedelte, bereits 2004, „aus Dankbarkeit für alles Gute, was ihm nach seinem Umzug nach Wedel widerfahren ist“, etwas zurückgeben zu wollen.

Gesagt, getan. Und so ist dem ehemaligen Sportlehrer, der in Diensten des Wedeler Bauhofes für die Sauberkeit in „seiner Stadt“ sorgt, die Idee zum Spendenaufruf für Sportbekleidungsartikel zu Gunsten der Schulen seiner kasachischen Heimatstadt Poludino gekommen. Dank der tatkräftigen Mithilfe seiner Kollegen vom Wedeler Bauhof und der spendenbereiten Bürger und Vereine aus der Rolandstadt und ihrem Umland ist aus der Idee inzwischen eine tolle Unterstützungsaktion erwachsen.

„Auch wenn sich in Kasachstan in den letzten Jahren einiges zum Besseren gewendet hat, fehlt vielen Eltern immer noch das Geld, um ihren Kindern Sportsachen wie Turn- und Schlittschuhe, Trikots oder Fuß- und Volleybälle kaufen zu können“, weiß Güntner.

„So wie es mein Bruder Vladimir heute noch in Poludino tut, war ich seinerzeit als Sportlehrer für die Klassenstufen 1 bis 11 an einer Mittelschule in Kara-Guga beschäftigt“, so Güntner. Noch heute unterhält er beste Kontakte in die beiden rund 3800 Kilometer von Wedel entfernten Lehranstalten. Erst im August sei das letzte Paket mit Trikot-Spenden aus hiesigen Gefilden eingetroffen. Und hätte bei Kindern und Jugendlichen nicht nur strahlende Augen, sondern auch sportliche Erfolge hervorgerufen. „Die Mädchenmannschaft an unserer Schule wurde in einem ehemaligen Trikotsatz des TSV Holm im Handumdrehen Vize-Landesmeister im Volleyball.“

Güntner - verheirateter Vater zweier Töchter, der nach erfolgreich abgelegten Sprach- und Integrationskursen vor seiner Anstellung beim Bauhof zunächst als ABM-Kraft und Hausmeistergehilfe tätig war - freut sich sehr darüber, dass es mittlerweile mit Vereinen wie dem SC Rist zu kleinen Kooperationen gekommen sei. Und auch die nächste Fracht soll, wenn der Karton denn voll ist, „lieber heute als morgen“ ihre weite Reise nach Kasachstan antreten.

Aber: „Da passt noch einiges rein“, sagt Güntner. Ein Hinweis dazu seinerseits: In puncto Oberbekleidung sind keine Einzelstücke, sondern gut erhaltene, komplette Trikotsätze gesucht. Ebenso willkommen sind Sportschuhe und Bälle.

Wer etwas zur der Aktion beitragen kann und möchte, kann seine Spenden zu den Öffnungszeiten des Bauhofes im Autal 35 abgeben oder sich bei Nikolaj Güntner unter Telefon (0 41 03) 81 84 47 melden.

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