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Wedel : Spielerisches Projekt zur Ernährungsberatung für Kinder

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Katholische Kita startet in Kooperation mit der AOK Drei-Jahres-Programm zur Gesundheitsförderung. Schulung auch für Eltern und Erzieher.

Wedel | Sympathisch sieht er aus, der Neue in der katholischen Kita St. Marien Wedel: fröhliches Lachen, aufgeweckter Blick, sportliche Erscheinung, keck aufgereckte Zacken vom grünen Kopf bis zum Schwanz. Wo Jolinchen auftaucht, scharen sich schnell die Steppkes um ihn, streicheln, schütteln kleine grüne Händchen, hören zu. Jolinchen erzählt, was es gern isst, dass es sich gern bewegt, aktiv ist und lädt seine kleinen Freunde ein mitzukommen zu tollen Orten: ins „Gesund-und-lecker-Land“, in den „Fitmach-Dschungel“, auf die „Insel Fühl mich gut“. Und wer das kleine Drachenkind einmal in Aktion erlebt hat, ahnt: Die Jungen und Mädchen werden ihm zu gern folgen.

„Fit und gesund in der Kita“, so lautet das Motto des AOK-Programms zur Gesundheitsförderung JolinchenKids, das Kinder und Erzieher in der Feldstraße für drei Jahre begleiten wird. Kostenfrei – dem Losglück sei Dank. Im Herbst 2014 hatten sich Kita-Leiterin Anja Nawrot beworben – ebenso wie mehr als 20 andere Einrichtungen aus dem Kreis Pinneberg. Am Ende waren es ihre 90 Schützlinge und 15 Kolleginnen, die Jolinchen in ihrer Mitte aufnehmen konnten.

Das Prinzip des Programms ist altbekannt. Motto: Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr. JolinchenKids nutzt die prägende Phase zwischen drei und sechs Lebensjahren, um spielerisch Lust an Bewegung und gesunder Ernährung zu wecken. In der Hoffnung, dass sich das Erlernte ganz natürlich im Lebensalltag der Kinder verfestigt und selbstverständlich wird. Schulung der Erzieher wie auch Elternarbeit sind daher wichtige Bausteine, erklärt Saskia Voigtsberger, Sportwissenschaftlerin und Präventionsfachkraft. Sie wird das Programm in der Kita über die gesamt Laufzeit begleiten und hat gemeinsam mit einer Ernährungswissenschaftlerin bereits einen Eintägigen Auftakt-Workshop geleitet. Weitere folgen, dazu Kursus- und Beratungsangebote, auch als betriebliche Gesundheitsförderung für das Kita-Personal selbst. Darüber hinaus gibt es Lehr- und Begleitmaterial.

Neben Ernährung und Bewegung liegt ein Schwerpunkt auf dem seelischen Wohl, der emotionalen Stärkung der Kinder. Wenn Kinder ausreichend psychische Widerstandskräfte haben, können sie sich selbst unter Belastungen gut entwickeln, so ein Grundgedanke des Programms, das laut AOK mit namhaften Wissenschaftlern und Fachgesellschaften entwickelt sowie in drei Pilotregionen erprobt wurde.

Die Jolinchen-Schwerpunkte seien bereits wichtige Themen in der Kita-Betreuung gewesen, sagt Nawrot. „Und wir beobachten, dass viele Kinder von Haus aus da nicht mehr so viel mitbekommen. Immer mehr Erziehungsarbeit liegt bei uns.“ Mithilfe des Jolinchen-Programms ließen sich die Themen schnell und einfach transportieren, zeigte sich Nawrot bei der Vorstellung angetan vom Konzept. Etwa wenn der Zug mit den großen Waggons für gesunde Lebensmittel und den ganz kleinen für Nascherein durch die Gruppen fährt, um zu zeigen, wo die Kinder oft und viel und wo sie wenig zugreifen sollten. Zudem sei es von Vorteil, dass alle Erzieherinnen durch die Schulungen auf einem Stand seien.

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erstellt am 18.Mär.2015 | 17:00 Uhr

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