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Wedeler Kultur : Spiel mit Schärfe und Unschärfe

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

„Stille Sehen“ heißt die Fotoausstellung des Künstler Edwin Zaft im Reepschlägerhaus. Die Vernissage ist am Donnerstag.

Ihn fasziniert das Alltägliche. Wunder lägen auf der Straße, sagt Fotograf Edwin Zaft. Man müsse sie nur wahrnehmen. Zaft nimmt die täglichen Wunder auf seine Art wahr: durch die Linse einer Kamera – entweder durch die einer professionellen Spiegelreflex oder schlicht mit seinem Handy. Was dabei herauskommt sind Bilder voller Stille. Fotos, die wie Träume wirken. Kunstwerke, die in einem einzigen Moment die ganze Welt bannen.

Eine Auswahl seiner Arbeiten zeigt der Quickborner Fotograf Zaft jetzt im Wedeler Reepschlägerhaus. „Stille Sehen“ hat er die Schau der kontemplativen Momentaufnahmen genannt. Am Donnerstag, 19. September, ist Vernissage. Die Einführung hält Kollege Christian Geisler. Für den musikalischen Rahmen sorgt PETRA. Beginn ist um 20 Uhr.

„Nach den heißen Sommertagen ist die Ausstellung ‚Stille Sehen‘ eine Einstimmung auf ruhige Herbsttage voller Poesie“, kündigt der Förderverein an. Zaft zeigt Aufnahmen von Landschaften, belebte oder auch unbelebte Szenerien, unverfälschte Natur, die durch besondere Lichtspiele, durch Wetterphänomene oder bizarre Formationen ganze Geschichten erzählen. Schwarz-weiße oder auch farbige zweidimensionale Geschichten, die spannend wie ein Krimi, romantisch wie ein englischer Roman und packend wie ein Tatsachenbericht gerieten.

„So wie gesehen, so fotografisch festgehalten“, erklärt Zaft. Und spielt damit darauf an, dass seine Fotos unbearbeitet bleiben. Wenn sie unscharf sind, ist dies ein gewolltes Stilmittel, das beispielsweise eine Bewegung einfängt und so als Vorübergehendes festschreibt. Andere Motive arbeitet Zaft messerscharf heraus. Klare Trennungsschärfe fordert zur bewussten Betrachtung heraus, so sein Kalkül.

Jeder kann die Wunder, die Märchen jeden Tag sehen, aber selten werden sie entdeckt: Zaft findet das Spektakuläre im Alltäglichen, indem er mit seinen Foto-Bildern eindringliche Geschichten über die Vielschichtigkeit stiller Augenblicke einfängt.

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erstellt am 17.Sep.2013 | 16:00 Uhr

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