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Wedel-Schulauer Tageblatt

19. Oktober 2017 | 09:54 Uhr

SPD will Masterplan für bessere Wege

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Sozialdemokraten verleihen Forderung des Seniorenbeirats nach Mängelbeseitigung und Barrierfreiheit Nachdruck

shz.de von
erstellt am 23.Mär.2016 | 16:00 Uhr

Hohe Absätze im Pflaster, Löcher im Asphalt, zu steile Neigungen: Immer wieder deuten mahnende Zeigefinger von Mitgliedern des Seniorenbeirats auf Stolperfallen, Barrieren und andere Gefahren auf Wedels Wegen. Oft genug verbunden mit der Kritik, dass zu wenig getan wird, um diese Hindernisse und Gefahren zu beseitigen. Jetzt gibt es Schützenhilfe von Seiten der SPD. In einer Beschlussvorlage für den Rat fordern Wedels Sozialdemokraten, dass Geh- und Radwege der Stadt auf Vordermann gebracht werden. Systematisch und nachhaltig, nämlich dauerhaft mit eigenem Posten im Haushalt versehen.

Anlass für den Antrag war eine Veranstaltung mit dem Elmshorner Bundestagsabgeordneten Ernst Dieter Rossmann zum Thema Barrierefreiheit, erläutert Jutta Kross, SPD-Mitglied im Sozialausschuss. Diese habe auch der Seniorenbeirat genutzt, um auf teils Jahre alte Problemstellen und die mangelnde Beseitigung hinzuweisen. „Wir werden entsprechenden Forderungen Nachdruck verleihen“, so Wolfgang Rüdiger, der für die Sozialdemokraten im Umwelt-, Bau- und Feuerwehrausschuss sitzt.

Seine Partei fordert daher zum einen Barrierfreiheit bei allen zukünftigen Bau- und Sanierungsmaßnahmen für Geh- und Radwege. Es sei darauf zu achten, dass ältere Menschen mit Rollatoren, Eltern mit Kinderwagen, Rollstuhlfahrer und Menschen mit Gehbehinderung sich barrierefrei und ungehindert im Wedeler Stadtgebiet bewegen können, heißt es in dem SPD-Antrag. Eine Verpflichtung, die in der Landesbauordnung, Paragraph 52, zumindest für Gebäude bereits dezidiert vorgeschrieben ist.

Die SPD verlangt von der Stadt zudem einen „Masterplan“ nebst Kostenplan mit Priorisierung sowie zeitlicher Reihenfolge zur Ausführung  /  Sanierung, so steht es weiter in dem Antrag. Bei der Erstellung sollen Hinweise aus der Bevölkerung sowie des Seniorenbeirats einbezogen werden. In den Haushaltsberatungen Ende 2014 hatte die SPD dagegen noch einen von der Verwaltung vorgeschlagenen Instandhaltungsplan für Fuß- und Radwege abgelehnt.

Seine Partei habe die veranschlagten 10  000 Euro sparen wollen, so Rüdiger: „Wir haben gesagt, die Stadt müsste eine solche Übersicht bereits haben.“ Kross erinnert daran, dass ein Wegewart regelmäßig Schadstellen markiert. Es müsse also zumindest eine Grundkenntnis über bestehende Mängel vorhanden sein. Rüdiger: „Wir wollen auch keine Vermessung oder ähnliches wie in einem Kataster, sondern eine Auflistung, wo offensichtlicher Sanierungsbedarf besteht.“

Über den Masterplan hinaus soll laut SPD-Forderung ein Budget für Wegebau- und Sanierungsmaßnahmen in die künftigen Haushalte eingestellt werden, „um den Erhalt der Lebensqualität und Mobilität für alle Wedeler Bürger sicherzustellen“, heiß es weiter in dem Antrag. Nach Ostern wollen die Sozialdemokraten ihn in die Gremien bringen.

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