Eklat in Wedel : SPD-Rebellen gründen eigene Fraktion

Gestutzte Fraktion: Statt elf bleiben den Sozialdemokraten nur noch fünf Sitze im Rat.
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Gestutzte Fraktion: Statt elf bleiben den Sozialdemokraten nur noch fünf Sitze im Rat.

Abspaltung aus inhaltlichen und menschlichen Gründen: Sechs Genossen gehen fortan im Stadtrat als WSI eigene Wege.

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18. November 2013, 15:58 Uhr

Wedels SPD konnte ihren Wahlsieg kaum ein halbes Jahr genießen, bis es knallte: Von der stärksten Fraktion auf Platz drei, statt elf nur noch fünf Sitze für einen Rest verbliebener Sozialdemokraten im Rat. Die übrigens sechs machen ihr eigenes Ding, und das nennt sich Wedeler Soziale Initiative (WSI).  Die bilden sechs Köpfe, die den Wedeler Wählern Jahr und Jahrzehnte als prominente Sozialdemokraten bekannt sind: Ex-Fraktionschef Andreas Schnieber, Haupt- und Finanzausschussvorsitzender Stephan Bakan, Birgit Neumann-Rystow, Ingrid Paradies, Joachim Funck  – und Stadtpräsidentin Renate Palm.

Eine Begründung für ihren Austritt gaben die Abtrünnigen zunächst in einer Pressemitteilung: "Wir halten das Verhältnis zu Teilen des SPD-Parteivorstandes und der bestehenden Fraktion für inhaltlich und menschlich erheblich gestört."

Man ahnt: Es muss ein tiefes Zerwürfnis sein, das zu diesem Schritt geführt hat. Wie tief und wodurch es begründet ist, darüber kann man nur spekulieren. Offiziell gibt es wenig bis gar nichts, was zu den Gründen der Abspaltung geführt hat. Kein Kommentar hieß es bislang auf Seiten der „Verlassenen“

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