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Wedel-Schulauer Tageblatt

12. Dezember 2017 | 02:35 Uhr

Holm : SPD macht Druck bei Straßenbau

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Ganz fix: Die Sozialdemokraten wollen die Arbeiten an der L 105 beschleunigen.

shz.de von
erstellt am 02.Okt.2013 | 16:00 Uhr

Lärm, Luftverpestung und vor allem täglich Staus auf der B 431 und dem Lehmweg – das nervt viele Holmer Bürger. Seitdem mit der Sanierung der Verbindungsstraße L 105 Wedel-Pinneberg begonnen wurde, hat sich in Holm der Verkehr fast verdoppelt. Während die CDU seit einigen Wochen auf Plakaten die Autofahrer um Rücksichtnahme bittet, wollen die Sozialdemokraten einen anderen Weg gehen. Sie setzen auf eine verkürzte Bauphase. Während der Gemeindevertretersitzung am Dienstagabend wollten sie einen Eilantrag stellen, um von der Verwaltung Alternativen ausloten zu lassen. Mit dem Thema wollte sich die CDU-Mehrheitsfraktion allerdings nicht befassen und bügelte den Antrag ab. Grund: Keine Zuständigkeit.

Der Verkehrsinfarkt im Dorf soll noch bis Oktober 2014 dauern. Leidtragende sind nicht nur die Anwohner der Haupt- und Wedeler Straße sowie des Lehmwegs, sondern auch die von kleinen Nebenstraßen, wie SPD-Fraktionschef Dietmar Voswinkel betonte. Auch deshalb möchte die vierköpfige SPD-Fraktion, dass die Ausbaumaßnahme der L 105 schnellstmöglich abgeschlossen werden.

Die Sozialdemokraten wollen durch das Amt Moorrege prüfen lassen, welche Kosten entstünden, wenn an der L 105 rund um die Uhr an sieben Tagen gearbeitet würde – und welche Zeitersparnis das bringt. „Wir sind nicht jenseits von Gut und Böse, aber vielleicht könnte ja an sechs Tagen in der Woche für zwölf Stunden gearbeitet werden“, sagte Voswinkel. Auch wollen die Sozialdemokraten wissen, welche Möglichkeiten die Fachleute von der Amtsverwaltung sehen, die Bauarbeiten vor der angepeilten Frist abzuschließen und welche Mehrkosten dadurch entstehen. Außerdem fragen sie, welche Möglichkeiten das Amt Moorrege sieht, die Belastungen, die auf den Ausweichstrecken außerhalb der K15 entstehen, zu minimieren.

Keine Eile – das meinte Bürgermeister Walter Rißler (CDU). „Das ist nicht unsere Entscheidung, das Land entscheidet“, rief er Voswinkel zu. Und schlug vor, das Thema auf die lange Bank zu schicken – also während der nächsten Bauaussschussitzung zu behandeln. Die ist aber erst für Mittwoch, 4. Dezember, vorgesehen.

Das dauert der SPD viel zu lange. Die Fraktionen folgten dann einem Vorschlag von Frank Wulff vom Amt Moorrege. Nun wird die Verwaltung bis zur Dezember-Sitzung des Bauausschusses den Fragenkatalog der SPD abarbeiten, damit eine Beratungsgrundlage vorhanden ist.

Finanzausschuss-Chef Horst Schaper (CDU) fühlt sich für das Ansinnen der SPD nicht zuständig. Er riet, den Fragenkatalog an deren Parteifreund Reinhard Meyer zu schicken. Er ist als Verkehrsminister in Kiel als Dienstherr für die Arbeiten zuständig.

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