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Projekt Holmer Strasse : Sozialer Wohnungsbau nicht vor 2018?

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Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

110 neue Wohneinheiten stehen auf der Kippe: Das Land SH verweist auf die Neufassung des Regionalplans. Ein Zielabweichungsverfahren wäre für Wedel langwierig und aufwendig.

shz.de von
erstellt am 16.Apr.2014 | 12:00 Uhr

Wedel | Das Schreiben aus dem Kreis flatterte dem Wedeler Bauamtschef gestern auf den Schreibtisch: Von 2014 bis 2018 erstreckt sich der Zeitraum, in der der Regionalplan neu aufgestellt und am Ende verabschiedet werden soll. Geht es nach dem Land, dann kann Wedel eben diese Frist nutzen, um zu begründen, warum die Grünachse zwischen den Siedlungsbereichen an der Holmer Straße nach Norden verschoben werden soll. Und so Kiel doch noch dazu bewegen, Grünes Licht für das Bauprojekt zu geben, bei dem 110 neue Wohneinheiten entstehen könnten.

Vier weitere Jahre – ohne Garantie, dass die Landesplanung am Ende auch tatsächlich die Genehmigung gibt und in einer Situation, in der Wedel unter akutem Wohnraummangel insbesondere im niedrigen Preissektor leidet. Dem will Projektplaner Dieter Brakemeier mit einem Mischgebiet auf fünf Hektar nördlich des Rudolf-Kinau-Wegs begegnen. Von den 100 geplanten Häusern und Wohnungen sollen 40 mit öffentlichen Fördergeldern realisiert werden. Ein Plan, der in der Stadt auf breite Zustimmung stößt. Anders in Kiel. Das Land beruft sich auf F- und Regionalplan, wonach das Gebiet im Außenbereich liegt und nicht als Bauland auszuweisen ist. Trotz mehrere Vorstöße aus Wedel ist die Landesplanung nicht von ihrer Auffassung abgerückt, dass das Bauvorhaben mit den geltenden Abgrenzungen zum Siedlungsraum kollidiert. Die Rolandstadt hatte darauf zwei Hebel angesetzt und wollte entweder ein Zielabweichungsverfahren oder die Teilfortschreibung des Regionalplans erwirken. Beide ohne Erfolg.

Aktuell heißt es aus Kiel, ein Zielabweichungsverfahren sei zwar möglich, aber ähnlich langwierig wie die die Neuaufstellung des Regionalplans selbst. Es sei verwaltungsseits mit einem „erheblichen Untersuchungsaufwand“ verbunden, so Bauamtschef Klaus Lieberknecht. Wobei fraglich sei, ob der im Rathaus zu leisten ist oder vergeben werden müsste. Wie Wedels Politik mit der Situation umgehen will, wird derzeit beraten. Das Antwortschreiben aus Kiel liegt den Fraktionen vor. Stellungnahmen sollen im Planungsausschuss am 6. Mai kommen.

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