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Wedel-Schulauer Tageblatt

18. Oktober 2017 | 23:20 Uhr

Moorege : Sorge um das leere Polizeihaus

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Nach 57 Jahren wurde die Wache in der Amtsstraße geschlossen. Der Bürgermeister sorgt sich um die Weiterverwendung des Gebäudes und befürchtet einen langen Leerstand.

shz.de von
erstellt am 30.Jan.2014 | 12:00 Uhr

1957 war für Moorrege ein besonderes Jahr: In der Gemeinde wurde nicht nur die Volksschule gebaut, sondern auch die Polizeistation in der Amtsstraße. Gestern verabschiedete sich Bürgermeister Karl-Heinz Weinberg (CDU) von den beiden letzten Polizisten. Die Wache wird für immer geschlossen.

Sorgen macht sich Weinberg nicht nur um die Betreuung seines aufstrebenden Dorfes, sondern auch darüber, was mit dem Doppelhaus geschieht. „Ich hoffe, wir haben dort nicht bald eine Ruine stehen“, sagt er.

Ursprünglich waren in der Wache fünf Polizisten stationiert, die Gemeinden Moorrege, Heist und Neuendeich wurden von dort aus betreut. Doch nach dem Bekanntwerden der Umstrukturierungspläne seitens der Polizeiführung hatten sich drei davon in den vergangenen Monaten umorientiert.

„Keiner von uns wollte hier weg“, betonten die übrig gebliebenen Beamten Roland Winkler und Christian Erler. Weinberg hatte gemeinsam mit anderen Bürgermeistern versucht, politisch Druck zu machen und die Schließung zu verhindern. Auch Feuerwehr und die Verantwortlichen der Schulen bedauern den Weggang der „Dorfsheriffs“ (wir berichteten). Während für Winkler und Erler der Dienstalltag im frisch renovierten Zimmer 1.14 im ersten Stock der Wache Uetersen weitergeht – „Wir machen ’ne WG“, witzelt Erler – ist die Zukunft des Polizeihauses Moorrege ungewiss.

Weinberg hat bereits vor längerer Zeit bei der für die Verwaltung zuständige Landesliegenschaft vorgesprochen. Hoffnung auf schnelles Handeln hat er nicht. Denn trotz seiner Bitte steht die in der linken Haushälfte befindliche 120 Quadratmeter große Dienstwohnung seit fünf Jahren leer. Weinberg: „Und das, obgleich wir in Moorrege einen sehr engen Wohnungsmarkt haben und die Landeskasse leer ist.“

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