Wedel : Sonnenlicht aus, Filmprojektor an

„Die Schimmelreiter“: Peter Jordan  (links) und Axel Prahl mimen einen Lebensmittelkontrolleuer und einen versoffenen Zyniker.
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„Die Schimmelreiter“: Peter Jordan (links) und Axel Prahl mimen einen Lebensmittelkontrolleuer und einen versoffenen Zyniker.

Am 12. Juli läutet Theaterschiff-Käpt’n Hannes Grabau die Freilichtkino-Saison am Batavia-Anleger ein: Vorführungen gibt es an elf Abenden

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26. Juni 2014, 16:00 Uhr

Die Sonne geht unter, der Filmprojektor geht an: Sommerzeit ist Freilichtkino-Zeit am Anleger des Theaterschiffs Batavia. Und das geht so: Große Leinwand vor Marschkulisse, ein Platz wahlweise an Deck oder am Au-Ufer, auch auf dem eigenen Sitzmöbel, dazu Snacks und Getränke, serviert von der Crew, und das Ganze bei freiem Eintritt. Natürlich nicht zu vergessen: handverlesene Filme. Ab 12. Juli präsentiert Batavia-Käpt’n Hannes Grabau ein Programm, das sich sehen lassen kann – mit Vergnügen.
 

Den Auftakt markiert „Hasta La Vista Sister“ (Sonnabend, 12. Juli), die Geschichte der ungleichen Schwestern Rosa und Ailie, die sich auf eine Abenteuerreise nach Kuba begeben, um die Asche ihres verstorbenen Vaters davor zu bewahren, als Golf-Trophäe zu enden. Am Freitag und Sonnabend, 18. und 19. Juli, läuft das Woody-Allen-Drama „Blue Jasmine“ mit Alec Baldwin and Cate Blanchet. Ex-Society-Lady kommt vom Luxus-Leben New Yorks in San Francisco auf den Boden der Tatsachen – ein filmischer Balanceakt zwischen Tragik und Komik.

Freitag und Sonnabend, 25. und 26. Juli, ist Eastwood-Zeit: In „Grand Torino“ mimt er den verbitterten Koreakriegsveteranen Walt, der nach vereiteltem Versuch des Diebstahls seines Autos ungewollt zum Helden der Nachbarschaft wird. Eine Woche darauf – Freitag und Sonnabend, 1. und 2. August – ist garantiert „Alles koscher“ im alten Auhafen. So betitelt ist die Identitätskrise, in die der Tod seiner Mutter Mahmud Nasir stürzt. Der liebende Ehemann, aufopferungsvolle Vater und überzeugte, wenn auch nicht gerade strenggläubige Moslem findet seine Geburtsurkunde und stellt fest: Er ist nicht nur adoptiert – sondern auch noch Jude.

Weiter geht’s mit „Fliegende Fische müssen ins Meer“ am 8. und 9. August, eine Tragikomödie mit Meret Becker über ein 15-jähriges Mädchen, das von der Seefahrt träumt und sich in einen wesentlich älteren Arzt verliebt. Schließlich am 15. und 16. August „Die Schimmelreiter“: Lebensmitelkontrolleur (Peter Jordan) trifft zynisches Ekelpaket (Axel Prahl) und erlebt eine Dienstreise der komplett anderen Art durch das Land zwischen den Meeren.

Die Filme werden jeweils nach Einbruch der Dunkelheit gegen 22 Uhr gezeigt. Decken und warme Pullover sind also angeraten. Bei richtig mieser Witterung geht’s zum Schauen an Bord.

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