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Zunehmende Digitalisierung : Soli-Offensive für Wedels Wirtschaft

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Wedel Marketing will Strategien für die Stärkung des örtlichen Handels angesichts zunehmender Digitalisierung entwickeln.

shz.de von
erstellt am 31.Mai.2016 | 14:00 Uhr

Wedel | Das Internet – quasi überall verfügbar – bietet Kunden jederzeit den Überblick in Sachen Preistransparenz und Verfügbarkeit von Produkten. Das bleibt nicht ohne Auswirkung auf Geschäfte, Vertrieb, Dienstleister vor Ort. Marc Cybulski und Claudia Reinhard, Vorstandschef und Geschäftsführerin von Wedel Marketing, wissen: Die Digitalisierung birgt Gefahren, bietet aber auch Chancen für den stationären Handel und die Wirtschaft. Der Marketingverein will sich daher eben diesem Thema widmen, um dem heimischen Handel den Rücken zu stärken. Eine Arbeitsgruppe ist bereits in die Konzeptionsphase eingestiegen für eine entsprechende Initiative. Arbeitstitel: „Wedel kauft lokal“.

„Natürlich kann und will niemand die Digitalisierung mit ihrem Mehrwert aufhalten. Es geht auch nicht um Abschottung“, betont Cybulski. Wichtig sei, auf breiter Basis Bewusstsein dafür zu schaffen, was eine zunehmende Verlagerung in Richtung Internet zur Folge hat. Was passiert, wenn der stationäre Handel zurückgedrängt wird? Was macht das mit Wedel? Wie sieht die Stadt dann aus? Verlust von persönlicher Beratung, von Kaufkraft vor Ort, Gewerbesteuer, auch Aufenthaltsqualität in der Stadt: Ein Teil der Initiative ziele darauf, eben solche Konsequenzen aufzuzeigen und zu verdeutlichen, warum es gut sei und was es bedeute, vor Ort zu kaufen, so Cybulski.

Breite Basis als Voraussetzung

Sprich: Am Ende sollen Förderung der heimischen Wirtschaft wie auch eine Bewusstseinsänderung beim Bürger und Kunden stehen. Wobei der Wedel-Marketing-Vorsitzende betont: „Wir haben den Bedarf erkannt, wir selbst haben nichts davon. Das Ganze fliegt nur, wenn wir es schaffen, es auf eine breite Basis zu stellen.“ Sprich: Handel, Kaufleute, Stadt – alle sollen ins Boot.

Aktuell wird auf Initiative und finanziert von Wedel Marketing schon einmal an einem Kommunikationskonzept inklusive möglichen Werbestrategien gearbeitet. Zudem müssten geeignete Instrumente gefunden werden, um den „Wedel kauft lokal“-Gedanken praktisch zu flankieren. Cybulski nennt etwa Bonuskarten-Systeme, wie es beispielsweise die Stadtsparkasse mit ihrer Mehrwert-Giro-Bonuskarte mit zahlreichen lokalen Partnern jüngst eingeführt hat. Reinhard führt als Beispiel die Elmshorner „Parken-mit-Gewinn“-Initiative an, bei der angeschlossene Geschäfte bei Vorzeigen eines Parkscheins 50 Cent ab einem Mindesteinkaufswert erstatten. Sie nennt die Nachhaltigkeit einen entscheidenden Faktor für den Erfolg des Projekts, für das Wedel Marketing die Initialzündung liefert. Dazu zählen neben Personalressourcen auch eine dauerhafte finanzielle Ausstattung.

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