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Wedel-Schulauer Tageblatt

16. Dezember 2017 | 12:51 Uhr

Solarnova: Aufatmen am Marienhof

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Gestern wurde der Kaufvertrag unterzeichnet / Neuer Eigner kommt aus der Branche und bringt einen attraktiven Markt mit

shz.de von
erstellt am 12.Feb.2014 | 16:00 Uhr

Vorbei die Zeit der Kurzarbeit am Marienhof, vorbei die Sorge, dass bei der Firma, die mit dem Slogan „Strom aus Licht“ wirbt, selbst die Lichter ausgehen. Gestern zog Anwalt Jan Ockelmann mit dicken Papier-Packen von Vertragspartner zu Vertragspartner, um den Deal zu besiegeln, der bedeutet: Die Wedeler AEG-Nachfolgefirma Solarnova ist gerettet.

Knapp zweieinhalb Monate nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens können die 23 Mitarbeiter aufatmen: Firma und Betrieb bleiben vor Ort, alle derzeitigen Arbeitsplätze – vier mussten zwischenzeitlich betriebsbedingt gestrichen werden – bleiben erhalten. Auch die Geschäftsführer Heiner von Riegen, Rüdiger Dornhof und Bernd Woderich behalten ihre Posten.


„Ergebnis könnte besser nicht sein“


„Das Ergebnis könnte besser nicht sein“, sagt Ockelmann zu dem Verhandlungserfolg: Es sei nicht nur gelungen, Kaufangebote abzuwehren, die eine Zerschlagung des Betriebs bedeutet hätten. Der Investor – ein Geschäftsmann aus Südamerika mit deutschen Wurzeln – kommt zudem aus der Branche und bringt einen attraktiven Markt mit. Laut Ockelmann sorgt allein der Bedarf des neuen Eigners selbst für eine Grundauslastung der Produktion von Standardmodulen in Wedel über das gesamte Jahr.

Solarmodule „Made in Germany“: Ein schwieriges Feld auf Grund der Konkurrenz aus Fernost, sagt Dornhof. Gleichzeitig aber ein wichtiges Segment für Solarnova. Denn die Firma nutzt diesen Bereich, um Leerlaufzeiten auf dem Sektor zu überbrücken, der das zweite Standbein und ein wichtiger Zukunftsmarkt für die Firma ist: die gebäudeintegrierte Photovoltaik (BIPV). Attraktiv, aber eben insofern schwerer zu kalkulieren, als es sich um individuelle Projektaufträge handelt. Mit ihren maßgeschneiderten Glas-Glas-Solarmodulen, die etwa bei Abschattungen oder Fassadenverkleidung zum Einsatz kommen, ist Solarnova weltweit gefragt. Aktuell wird laut Dornhof beispielsweise über einen Auftrag in Australien verhandelt. Derzeit machen die BIPV-Maßfertigungen rund 20 Prozent des Umsatzes aus.

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