zur Navigation springen
Wedel-Schulauer Tageblatt

25. November 2017 | 06:36 Uhr

So viel kosten Wedel die Spielplätze

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Streichliste Für sechs Anlagen stellt die Verwaltung im Fachausschuss Kostenkalkulationen vor / Elf Paten haben sich gemeldet

shz.de von
erstellt am 06.Sep.2017 | 16:00 Uhr

Das Ringen darum, ob überhaupt und wenn ja, welche Spielplätze in Wedel zurückgebaut werden sollen, geht auch nach der politischen Sommerpause weiter. Für den Ausschuss Bildung, Kultur und Sport, der heute ab 19 Uhr im Rathaus tagt, hat die Verwaltung eine Mitteilungsvorlage vorbereitet, die erstmals detailliertere Zahlen auf den Tisch legt. Nachdem die Anlage an der Pferdekoppel während der März-Sitzung aus der Aufstellung genommen wurde, stehen aktuell noch sechs Kinderspielplätze auf der Streichliste: die Plätze Egenbüttelweg, Hainbuchenweg, Reepschlägerstraße, Rebhuhnweg, Wiedkamp sowie der Bolzplatz Im Grund.

Für jede der Anlagen listet die Verwaltung die Kosten für einen Rückbau, heißt Abbau der Spielgeräte, sowie die jährlich anfallenden Unterhaltungskosten auf. Letztere werden zudem in Erhalt mit und ohne Folgeinvestitionen unterschieden. Unterm Strich schlagen pro Platz Einsparungen von gut 3500 bis 25  800 Euro zu Buche.

Der Rückbau kostet pro Kinderspielplatz je nach Anzahl der Spielgeräte zwischen 1500 und 2200 Euro. Jährliche Unterhaltungskosten veranschlagt die Verwaltung mit jeweils 5800 Euro. Was bei den Ausgaben ins Kontor schlägt, sind die Investitionen, also die Ersatzbeschaffungen. Werden alte, nicht mehr sichere Spielgeräte aussortiert und durch neue ersetzt, steigen die Kosten. Allerdings nur in dem Jahr, in dem der Austausch fällig wird. 20  000 Euro kalkuliert die Verwaltung in der Regel ein.


Umgestaltung in einen Community Garden


Für den Egenbüttelweg würden die in 2022 fällig. Der Spielplatz an der Reepschlägerstraße benötigt spätestens 2018/2019 neues Inventar. Wiedkamp braucht 2019 neue Geräte, und im Hainbuchenweg würden die Investitionen bis 2021 fällig, so das Papier. Der Bolzplatz Im Grund ist so rott, dass die Verwaltung hier im Jahr 2020 sogar mit Investitionen von 30  000 Euro rechnet.

Nach öffentlichen Protesten hatte sich eine Elterninitiative zusammengetan, die für den Spielplatz Hainbuchenweg jetzt etwas ganz Neues vorschlägt: eine Umgestaltung. Im Gebiet Lülanden befinden sich viele Spielplätze, „die im Hainbuchenweg vorgefundenen Geräte scheinen nicht gut angenommen zu werden“, stellt die Ini selbstkritisch fest. Die Idee der Eltern: ein Community Garden mit freier Spielfläche Grillplatz, Pavillon und Bänken. Gesamtkosten hier: 12  300 Euro, schätzt die Verwaltung.

Für eine weitere Idee kann die Verwaltung heute Abend Positives vermelden. Elf Personen hätten sich bisher gemeldet, die Patenschaften für einen Spielplatz übernehmen wollen, bestätigt Stadtjugendpflegerin Kirsten Zinner auf Nachfrage. Einige hätten konkret einen Platz genannt, den sie betreuen wollen, andere ihre Unterstützung ganz allgemein angeboten. Es gehe darum, auf den Spielplätzen dann und wann nach dem Rechten zu schauen und möglicherweise mit gemeinschaftlichen Aktionen für ein Miteinander und eine Belebung der Anlagen zu Sorgen, erläutert die Verantwortliche. Was hingegen nicht Aufgabe eines Paten ist, betont sie: neue Spielgeräte anschaffen. Da sei eine Falschmeldung im Umlauf, macht Zinner deutlich.

 

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen