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Statistik 2015 : So sicher sind die Straßen von Wedel

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Keine Unfallschwerpunkte in der Rolandstadt. Radfahrer sind häufig involviert. Deutlicher Anstieg von Unfällen mit Kindern und unter Alkohol.

shz.de von
erstellt am 24.Mai.2016 | 10:00 Uhr

Wedel | Licht und Schatten in der Verkehrsunfallstatistik 2015 für Wedel, die der stellvertretende Polizeirevierleiter Hauptkommissar Frank Lassen und seine Kollegin Polizeihauptmeisterin Kathleen Dost jetzt vorgestellt haben. Positiv: Wie bereits 2014 gab es keine Verkehrstoten zu beklagen. Zudem gibt es trotz Häufungen entlang der Rissener Straße und der Bahnhofstraße keine Unfallschwerpunkte in der Stadt.

Anlass zur Sorge gibt jedoch der Anstieg von Unfällen mit Kindern von zwölf (in 2014) auf 18. 16 mal blieb es bei leichteren Verletzungen, zwei Kinder wurden schwer verletzt. Zudem haben die Unfallfahrten unter Alkohol, teilweise kombiniert mit Drogenkonsum, deutlich zugenommen: 2014 waren es noch acht, 2015 nun 18, bei denen neun Menschen verletzt wurden. Ein merklicher Anstieg ist auch bei der Gesamtzahl der Unfälle von 155 in 2014 auf 192 zu verzeichnen, entspricht fast 24 Prozent. Dabei wurden 141 Opfer leicht verletzt (2014: 129) und 20 schwer verletzt (2014 waren es 13).

Bemerkenswert laut Lassen: Fast 48 Prozent der Verletzten waren Fußgänger oder Radfahrer. Der Hauptkommissar gibt indes zu bedenken, dass Kfz-Insassen durch Sicherheitstechnik grundsätzlich bei Unfällen einen gewissen Schutz genießen, ganz im Gegensatz zu Radlern und Fußgängern.

Nach wie vor hoch ist die Zahl der Unfälle mit Radfahrern. 65 Fälle registrierte die Polizei 2015, im Vorjahr waren es 63. Insgesamt 50 Menschen kamen 2015 zu Schaden. Zwölf verletzte Radfahrer waren Kinder im Alter zwischen sieben und 14 Jahren. Angesichts der Zahlen in diesem Bereich betonten Lassen und Dost die Wichtigkeit der Verkehrserziehung in Schulen und auch schon in den Kitas. Die Einheiten für Kinder gebe es noch, sie seien jedoch bereits eingeschränkt, so Dost, am Revier Wedel zuständig für Verkehrsunfalldelikte. Bei den drei Handpuppenbühnen des Landes für Kita-Kinder etwa sei unsicher, ob sie gehalten werden könnten. „Wir sind froh, dass hier noch nicht der Rotstift angesetzt wurde“, so Lassen.

Was die Unfallursachen angeht: Hier liegt die Vorfahrtmissachtung mit 42 Fällen vorn, gefolgt von überhöhter Geschwindigkeit (30 Fälle) und Fehlern beim Abbiegen (24).

Faltblätter zu Themen der Verkehrssicherheit für Kinder und Erwachsene gibt es bei der Landesverkehrswacht, Telefon (0431) 17333, unter www.polizei.schleswig-holstein.de und demnächst auch an der Wache in der Gorch-Fock-Straße 9-11.
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