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Hafenausbau in der Rolandstadt : So geht’s weiter an Wedels Waterkant

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Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Die Fördergelder sind bewilligt: Die Stadt bereitet Ausschreibung für Neugestaltung des Ostufers vor, das Hafenmeisterhaus soll erhalten werden.

shz.de von
erstellt am 19.Aug.2015 | 10:00 Uhr

Wedel | Für Wedels Mega-Baustelle an der Elbe gilt: Nach den Bauarbeiten ist vor den Bauarbeiten. Ende September soll und muss der Beckenumbau im Schulauer Hafen abgeschlossen sein. Das bedeutet aber noch lange nicht, dass das Zentrum der Maritimen Meile nun endgültig zur Bagger- und Bauarbeiter-freien Zone wird. Vielmehr bereitet die Stadt aktuell den nächsten großen Abschnitt des Städtebau-Förderprojekts vor: die Neugestaltung des Ostufers.

Die sollte sich eigentlich nahtlos an die Beckenverbreiterung und den Bau des Hafenkopfplatzes anschließen. Wie berichtet musste Wedel jedoch die Planungen abspecken, um im finanziellen Rahmen von aktuell veranschlagten knapp 31 Millionen Euro zu bleiben. Keine Kasematten, keine Verlegung der Flutschutzmauer: In Wedel war man sich schnell einig, wo gesparrt werden soll. Doch was würde Kiel dazu sagen? Da die Maßnahme zu Zweidritteln aus EU- und Städtebaufördertöpfen finanziert wird, war es am Land, die neue Planung abzusegnen. Eben dieses O.K. liegt Wedel mittlerweile vor. Also kann es an den zweitgrößten Brocken des Hafenbaus gehen. Kostenkalkulation: sechs Millionen Euro. Dazu kommt eine halbe Million Euro, die für den Posten „Hafenmeisterhaus“ veranschlagt ist. Grundsätzlich sei der Erhalt geplant, sagte Wedels Bauamtschef Klaus Lieberknecht auf Anfrage. Als Erinnerung an die ehemalige wirtschaftliche Nutzung des Hafens, aber auch ganz praktisch als Ort für sanitäre Anlagen. Was eine Nutzung darüber hinaus angehe, etwa als Touristenzentrale, was schon einmal diskutiert wurde, seien noch Ideen gefragt, so Lieberknecht.

Baubeginn ist offen

Untersuchungen hätten indes ergeben, dass vor allem im Bereich der Kanzel und des Dachs hoher Sanierungsbedarf bestehe. Alternativ zum Erhalt werde die Ausschreibung daher wohl auch einen möglichen Neubau enthalten, so der Bauamtsleiter. Standardfrage in diesem Zusammenhang: Was wird aus Isis Kultimbiss? Früher beliebter Anlaufpunkt am Hafenmeisterhäuschen, ist er heute mit eigener Terrasse auf der Strandweg-Wiese untergebracht. Dort wird er nicht bleiben, erklärte Bürgermeister Niels Schmidt auf Nachfrage. Vielmehr werde es im Zuge der Ostufer-Gestaltung auch für den Fischimbiss einen neuen Platz geben – vermutlich wieder beim Hafenmeisterhaus, so Schmidt.

Was die Flutschutzmauer angeht: Dort gibt die Stadt den Planern die Aufgabe, eine realistische Lösung für eine größtmögliche Öffnung des Hafenbereichs Richtung Stadt zu gewährleisten – zumindest in Zeiten, wo die Flutgefährdungslage es zulässt , und ohne die Hochwasser-Schutzfunktion einzubüßen. Auch eine Abtreppung oder die Schaffung verschiedener Ebenen zwischen Schulauer Straße und Hafenbecken sei gewünscht, so Lieberknecht. Ziel sei ein attraktiver Übergang wo jetzt eine Mauer und ein starker Höhenversprung sind.

Zunächst schreibt Wedel nun die Planungsleistungen aus. Dann folgen neue Pläne, die ebenfalls wiederum Kiel absegnen muss, bevor erneut gebaut werden kann. Wann die Bagger dafür wieder rollen, lasse sich Lieberknecht zufolge derzeit nicht seriös sagen.

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