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Wedel-Schulauer Tageblatt

20. Oktober 2017 | 12:01 Uhr

Wedel : So geht es mit dem Reepi weiter

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Mitte Januar rücken die Handwerker an. Pächter Kai Picht hat neues Gastro-Konzept für das Reepschlägerhaus entworfen.

shz.de von
erstellt am 22.Dez.2016 | 12:15 Uhr

Wedel | Gute Nachricht für das Wedeler Kultcafé im Reepschlägerhaus (Reepi): Mitte Januar rücken die Handwerker an, um Küche und Toiletten in dem historischen Fachwerkgebäude umzubauen. Nach Abschluss der Arbeiten wird der Gastronomiebereich den geltenden Hygiene- und Brandschutzbestimmungen entsprechen. Statt einer kurzzeitigen Ausnahmegenehmigung wird Pächter Kai Picht dann voraussichtlich eine dauerhafte Konzession erhalten, die ihm Planungssicherheit gibt.

Das Problem im Reepi bisher: Wollen Gäste zur Toilette, müssen sie durch die Küchenzeile gehen. Koch- und Sanitärbereich sind nicht baulich getrennt. Alternativ soll nun die derzeitige Durchreiche der Küche zum Kaminzimmer zu einer Tür werden. Von dort führt dann ein Flur, dessen Wand Durchgang und Küche trennt, zu den Toiletten. Der heutige Durchgang an der Treppe zum Obergeschoss wird dagegen zum Küchenbereich.

Der Umbau wird etwa 45  000 Euro kosten. Damit Aufträge vergeben und schnell mit den Arbeiten begonnen werden kann, haben die Wedeler Ratspolitiker diesen Betrag als Reserve in den städtischen Haushalt eingestellt. Mit dem Förderkreis Reepschlägerhaus ist vereinbart, dass die Stadt 20  000 Euro übernimmt. 25  000 Euro will der Förderkreis aufbringen, in dem er Spenden sammelt und Unternehmen als Sponsoren gewinnt. „Man merkt, dass den Wedelern das Reepi am Herzen liegt, weil sie großzügig spenden“, sagte Bernd Vorwerk, Vorsitzender des Förderkreises, gestern im Gespräch mit dieser Zeitung. 15  000 Euro kommen von der Kulturstiftung der Stadtsparkasse Wedel. „Ein solides Fundament. Wir gehen davon aus, dass wir mit Hilfe unserer Mitglieder und Förderer den Rest zusammenbekommen“, sagte Vorwerk.

Ausnahmegenehmigung läuft aus

Pichts Ausnahmegenehmigung läuft noch bis Ende Januar. Vom 16. Januar an wird er die Teestube drei Wochen lang schließen. Dann laufen die Umbauarbeiten. Spätestens Mitte Februar soll es eine große Neueröffnungsparty geben. Der Wedeler Caterer hat inzwischen ein neues Bewirtungskonzept für die Teestube entworfen. Der Cafebetrieb am Nachmittag soll dann wie bisher weiterlaufen. Das Angebot am Abend will er ausbauen. „Ich möchte eine Alternative anbieten, wo man abends hingehen kann. Mir schwebt so eine Art Weinstube mit Speiseangebot vor“, sagte Picht gestern. Dienstags soll es Menü-Abende geben. Der Donnerstag ist für Veranstaltungen des Förderkreises, etwa Vernissagen und Konzerte, reserviert. Und für Freitag ist ein After-Work-Club mit Cocktails und Barbeque geplant. „Der Samstag eignet sich hervorragend für größere geschlossene Gesellschaften, etwa zur Konfirmation und Taufe. Aber kleinere Gruppen wie etwa Elternstammtische oder Politikerrunden können nach wie vor auch einzelne Räume reservieren“, sagte Picht. Die Vermietung bleibt also weiter im Angebot.

Picht selbst investiert ebenfalls in den Betrieb. „Wir öffnen bereits jetzt regelmäßig unter erschwerten Bedingungen. Das trägt sich wirtschaftlich noch nicht“, sagte der Gastronom. Und er gibt auch zu: „Ich hatte mir das alles etwas einfacher vorgestellt.“ Doch er stehe zum Reepi, dessen Ensemble aus Haus und Garten einzigartig sei. „Das Ganze muss jetzt wachsen. Und wenn sich herumgesprochen hat, dass man wieder gut ins Reepi gehen kann, wird der Laden auch laufen.“

Die Zusammenarbeit mit dem Förderkreis und der Stadt Wedel, insbesondere dem Ordnungsamt, funktioniere jedenfalls gut. „Alle haben den Wunsch, dass es hier weitergeht“, sagte Picht. „Es ist klar, dass alles regelkonform sein muss. Und wenn man auf dem Weg zur Toilette durch die Küche muss, ist das auch für die Gäste nicht schön.“

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