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Lokale Ergebniss : So blickt Wedels Politik auf die Wahl

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

CDU-Parteichef Michael Schernikau sieht das lokale Ergebnis der SPD vor allem darin begründet, dass die Sozialdemokraten Themen mit starker Bürgerbetroffenheit besetzten.

Wedel | Landtagswahl in Wedel: ein Ergebnis deutlich gegen den Trend. SPD 31,4 Prozent, CDU 26,4 Prozent heißt es bei den Zweitstimmen. Und auch Thomas Hölck setzt sich als SPD-Kandidat mit 37,4 Prozent gegen seine CDU-Widersacherin Barbara Ostmeier durch. Die Grünen liegen in Wedel mit 13,9 Prozent und die FDP mit 12,4 Prozent jeweils leicht über dem Landesschnitt.

„Unser gutes Abschneiden in Wedel hat uns Sonntag wahnsinnig gefreut und schon wieder etwas aufgebaut“, sagt SPD-Fraktionsvorsitzende Sophia Jacobs-Emeis. Sie sieht die Diskussionen um G8 oder G9 an den Gymnasien und den schleppenden Ausbau der A  20 als mögliche Faktoren der Wahlschlappe ihrer Partei auf Landesebene. Das starke Abschneiden in Wedel dagegen wertet Jacobs-Emeis auch als Beleg guter Arbeit der SDP vor Ort: „Wir sind zuverlässig und kümmern uns um die Belange der Menschen.“

CDU-Parteichef Michael Schernikau sieht das lokale Ergebnis der SPD vor allem darin begründet, dass die Sozialdemokraten Themen mit starker Bürgerbetroffenheit besetzten. Als Beispiel nennt er das Heizkraftwerk. Angesichts der Ratsmehrheiten und der Tatsache, dass die WSI landesweit nicht antritt, aus diesem Lager also SPD-Stimmen kommen, seien die Sozialdemokraten „weniger stark als ich angenommen hätte“, so der CDU-Chef. Das „exzellente Ergebnis“ im Land bestätige das Gefühl der Wahlkämpfe vor Ort, so Schernikau. Er erhoffe sich von der neuen Landesregierung mit der CDU an der Spitze unter anderem eine deutliche Stärkung der Kommunalisierung der Finanzen und somit mehr Gestaltungsfreiheit vor Ort.

Grünen-Fraktionschef Olaf Wuttke sieht das Landesergebnis seiner Partei „in einem erfreulichen Bereich, mit dem man nicht unbedingt hätte rechnen können“. Offensichtlich hätten die Grünen im Land und lokal nicht so viel falsch gemacht, so Wuttke, der allerdings deutliche Schwierigkeiten für die Koalitionsverhandlungen sieht. Er habe sich über Robert Habecks Aussage gefreut, dass man CDU-Chef Daniel Günther nicht in die Arme springen werde. Andererseits würde es „nicht den besten Eindruck machen, mit dem Wahlverlierer SPD weiterzumachen als wäre nichts gewesen“, sagt Wuttke.

Er sei glücklich über das nicht unbedingt zu erwartende zweistellige Ergebnis der Liberalen, so Wedels stellvertretender FDP-Fraktionschef Helmut Thöm. Er denke, die Freien Demokraten hätten auch vor Ort einiges an Gründen für das gute Abschneiden geliefert. Mit einem Zweitstimmen-Sprung von 3,6 Prozentpunkten könne die FDP auch Selbstbewusstsein für die Kommunalwahl 2018 schöpfen.

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