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Die SPD will Bodenproben : Sind die Spielplätze rund ums Wedeler Kraftwerk kontaminiert?

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Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Der Bürgermeister soll Untersuchungen auf vier Spielplätzen rund um den Meiler anstoßen. Die Kosten dafür soll das LLUR tragen.

Wedel | Sind die Spielplätze rund ums Wedeler Kraftwerk kontaminiert? Um in dieser Frage Klarheit zu gewinnen, hat die SPD im Hauptausschuss einen Antrag eingereicht, der eine Untersuchung der Böden auf ihren möglichen Schadstoffgehalt hin fordert. Handlungsbedarf sah die Partei, nachdem die Gutachter ihre Positionen um die Gefährlichkeit der Kraftwerkspartikel im Planungsausschuss vorgestellt hatten (wir berichteten). „Uns geht es darum, Nickel-Belastung auszuschließen“, betonte Lothar Barop (SPD), der den Antrag begründete, den präventiven Charakter der geforderten Maßnahme.

„Der Bürgermeister der Stadt Wedel wird beauftragt, unverzüglich dafür Sorge zu tragen, dass die vier Spielplätze im Bereich Elbhochufer West inklusive des Spielplatzes Hans-Böckler-Platz vorsorglich auf mögliche Schadstoffe wie Arsen, Blei, Cadmium, Nickel und Chrom untersucht werden“, heißt es in der Vorlage wörtlich. Bezahlen sollte das Ganze das Ministerium oder der Verursacher Vattenfall, erklärte Barop zu den möglichen Kosten.

Bürgermeister Niels Schmidt (parteilos) war um Deeskalation bemüht: „Von keinem der Gutachter gibt es eine dringende Empfehlung, die Kinderspielplätze zu untersuchen“, stellte er klar. Er sage das so deutlich, damit sich nicht ein gegenteiliger Eindruck in der Öffentlichkeit verfestige. Barop zog da mit: „Ich gehe auch davon aus, dass sie nicht kontaminiert sind“, entgegnete er. Allerdings sei hier Vorsorge geboten.

Das fand auch Linken-Fraktionsvorsitzender Detlef Murphy. Kinder nähmen Erde in den Mund, sagte er. „Better safe than sorry“, sei die Handlungsdevise, um sicherzustellen, dass alles in Ordnung ist. Helmut Thöm von der FDP hinterfragte das Untersuchungsverfahren. Damit sich hinterher nicht wieder über die Ergebnisse gestritten werde, begründete er. Davon gehe er nicht aus, das sei ein festgelegtes, zerstreute Barop die Bedenken.

Michael Kissig, Fraktionschef der CDU, stellte eine grundsätzliche Frage: „Ist der Hauptausschuss denn überhaupt zuständig?“, warf er in die Runde. Ist er nicht, stellte sich nach einigem Hin und Her heraus. Aus dem Antrag wurde eine Willenserklärung, die alle politischen Fraktionen unterstützen konnten. Der Bürgermeister wurde also gebeten, im Sinne des Textes bei der zuständigen Aufsichtsbehörde vorstellig zu werden.

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erstellt am 07.Apr.2017 | 14:00 Uhr

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