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Wedel-Schulauer Tageblatt

21. September 2017 | 12:37 Uhr

Sie ist Wedels neue Fachfrau für Spielsucht

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

TherapiehilfeMaria Höffgen komplettiert das Team

shz.de von
erstellt am 28.Jun.2017 | 16:00 Uhr

Neues Gesicht in der Gärtnerstraße 4: Maria Höffgen komplettiert das Team der Wedeler Sucht- und Drogenberatungsstelle der Therapiehilfe. Die 47-jährige Diplom-Sozialpädagogin und Suchttherapeutin besetzt in dem fünfköpfigen Team den Posten in der aus Landesmitteln finanzierten Fachstelle Glücksspielsucht unter dem Dach der Einrichtung.

Erfahrung bringt die Hamburgerin aus ihrer vorherigen Arbeit auf dem Gebiet bei einem anderen Träger in Wilhelmsburg mit. Und sie kann bereits Parallelen ziehen, die ein wesentliches Charakteristikum ihrer Klientel im Raum Wedel zeigen: „Ich habe den Eindruck, dass viele Menschen mit Abhängigkeitsproblematik hier stabiler sind, oft noch einen Beruf haben und ein funktionierendes Umfeld. Ich sehe vielfach eine große Bereitschaft bei den Betroffenen, sich mit den persönlichen Themen, die in die Abhängigkeit geführt haben, auseinanderzusetzen.“

Dass Glücksspiel und die Folgen in Wedel durchaus ein Thema sind, zeigt schon die Angebotssituation. Laut Axel Himmel, Höffgens Kollege, hat die Rolandstadt eine der höchsten Spielhallendichten im Land. Nach ersten Recherchen von Höffgen sind aktuell mehr als 130 Automaten in der Stadt aufgestellt, 88 Prozent davon in Spielhallen. Dazu kommen Wettbüros und -bars. Und nicht zuletzt die Möglichkeit, am heimischen PC oder Tablet zu zocken. Bei rund 8000 Menschen in Schleswig-Holstein wird das Spielverhalten als pathologisch eingestuft, sprich als Sucht mit Kontrollverlust. Nicht eingerechnet sind die Betroffenen mit problematischem Verhalten. Laut Höffgen trifft es zu 90 Prozent Männer.


Gruppe für Angehörige geplant


Kennzeichnend für Wedel sei auch das gute Netzwerk, das helfe, Betroffene oder Angehörige zu erreichen, so die Therapeutin. Speziell für Angehörige plant Höffgen eine angeleitete Gruppe, in der Behandlungsmöglichkeiten, aber auch der Umgang mit dem Partner und mit dem eigenen Stress, der aus der Sucht entsteht, aufzeigt. Stichwort Co-Abhängigkeit. Start soll im Herbst sein.

Eine fortlaufende offen Sprechstunde bietet die 47-Jährige mittwochs zwischen 15 und 17 Uhr in der Gärtnerstraße oder nach Vereinbarung per Telefon (0  41  03) 8  30  75 an.

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