September im Zeichen der Kultur

Voller Terminkalender: Die Vorsitzende Maren Groth (von links), Theater-Chefin Gaby Lipp, Literaturexpertin Barbara Schütze, der stellvertretende Vorsitzende Wilfried Welsch und Briefmarkensammler Fritz von Rönne stellten das Programm für das zweite Halbjahr des Kulturvereins Holm vor.
Voller Terminkalender: Die Vorsitzende Maren Groth (von links), Theater-Chefin Gaby Lipp, Literaturexpertin Barbara Schütze, der stellvertretende Vorsitzende Wilfried Welsch und Briefmarkensammler Fritz von Rönne stellten das Programm für das zweite Halbjahr des Kulturvereins Holm vor.

Kulturverein Holm stellt Programm für die zweite Jahreshälfte vor / Uetersener Chorknaben treten erstmals auf

shz.de von
06. September 2018, 16:00 Uhr

„Wir haben viel vor. Der September ist vom Kulturverein Holm zu 100 Prozent ausgebucht. Da muss man sich gar nichts mehr vornehmen“, sagt Maren Groth und lacht. Die Vorsitzende des Kulturvereins Holm stellte mit ihrem Stellvertreter Wilfried Welsch, Theater-Chefin Gaby Lipp, Literaturexpertin Barbara Schütze und Philatelist Fritz von Rönne das Programm für die zweite Jahreshälfte vor.

Los geht es am Sonntag, 9.  September, mit dem Tag des Offenen Denkmals auf dem Hof Kleinwort, Schulstraße 1. „Der Hof ist vor 50  Jahren in einen Dornröschenschlaf gefallen. Wenn ich die Augen schließe, sehe ich noch wie meine Oma in der Kittelschürze hantiert hat und höre die Tiere, die dort gelebt haben“, sagt Groth. Der Hof zeige, wie Holm vor etwa 100 Jahren ausgesehen habe. „Leider wird der Hof nur noch verwaltet, bis etwas neues entsteht“, erläutet Groth. Sie bedauert, dass das Gebäude nicht zum Kulturdenkmal wurde. „Ich werde etwas erzählen, aber vieles erklärt sich von allein. Ich denke, dass viele Besucher auch selbst etwas beitragen werden“, sagte Groth. Für wen sich der Besuch eignet? „Für alle Holmer und die es sein wollen“, ist Groth überzeugt.

Zum Kreiskulturwochenende zieht der Kulturverein in den Kunsthof Holm, den Haartje-Hof, Hetlinger Straße 19. Der Eingang befindet sich im Hauenweg. „Leider konnten wir uns den Termin nicht aussuchen. Daher werden wir das Dörpshus verlassen“, erläuterte Groth. Denn am Sonnabend, 15. September, wird dort das Apfelfest gefeiert. Das nehmen die Mitglieder des Kulturvereins aber gelassen. Von Freitag bis Sonntag, 14. bis 16. September, präsentieren sie ihre Arbeitsgruppen daher außerhalb. „Im Mittelpunkt stehen die Arbeiten unserer Mal- und Fotogruppen“, so Groth. „De Kunstmolers ut Holm“ zeigen Werke in Öl, Aquarell, Acryl und Pastelkreide. Die Fotogruppe zeigt Arbeiten zu den Themen „Stufen“ und „Bewegung“, zu denen sie Beiträge zum Wettbewerb des Fotokreises Hamburg einreichten. Die Kindergruppe präsentiert unter dem Motto „Kindergekritzel“ Fotoarbeiten. Halsschmuck aus Silber, Metall und buntem Garn gibt es bei Adda Behnke.

„Wir arbeiten auch mit dem Atelier Farbspiel zusammen. Dort wird es Kunst zum Selbsterleben und Ausprobieren geben“, sagte Groth. Jutta Urban organisiert in der Hetlinger Straße 1 eine Mitmachaktion mit Farbe.

„Marken der Vereinten Nationen“ lautet der Titel der Ausstellung der Briefmarkensammler des Kulturvereins. Zudem soll der Film, der zur Verabschiedung von Bürgermeister Walter Rißler (CDU) gezeigt wurde, auf Leinwand präsentiert werden. „Das ist meiner Meinung nach auch ein Teil Kulturgeschichte“, sagte Groth. Die Betreuungsschule wird „Raubdruck“ präsentieren. Am Sonntag, 16. September, ist gegen 15.30 Uhr ein Konzert von Tim Linde geplant. „Wir hoffen, dass das alles klappt. Holm ist halt vielseitig und hat einiges zu bieten“, sagte Groth.

„So ein Konzert hatten wir noch nie“, sagte Welsch über den Auftritt der Uetersener Chorknaben am Freitag, 21.  September, ab 19.30 Uhr im Dörpshus. „Im September haben wir regelmäßig klassische Konzerte. Diesmal sind wir von einem Holmer Bürger angesprochen worden, der das Konzert sponsert“, freute sich Welsch. Karten werden für Mitglieder 10 Euro und für Gäste 12 Euro kosten. „Wir haben schon unglaublich viele Nachfragen, aber der Vorverkauf ist noch nicht gestartet“, so Welsch. Die Einnahmen aus dem Kartenverkauf sollen den Chorknaben zugute kommen. Diese werden in Holm geistliche als auch weltliche Kompositionen von Georg Friedrich Händel sowie den Shanty „Drunken Sailor“ bieten.

Die Kommödie „Theater, Theater“ feiert am Sonnabend, 29. September, Premiere. In dem Stück arbeitet eine mäßig begabte und chaotische Gruppe von Schauspielern mit ihrem Regisseur an einem Krimi. „Das wird eine lustige Nummer“, verspricht Lipp.

Mit Theodor Fontanes Leben und Werk hat sich Schütze für ihren Literaturabend am Sonnabend, 20. Oktober, auseinander gesetzt, dessen 120.  Todestag in diesem Jahr begangen wird. „Ich denke, es wird sehr interessant“, ist sie überzeugt. Schütze will sich auch filmisch seinem erfolgreichsten Werk Effi Briest nähern.

Die letzte Veranstaltung in diesem Jahr ist der Auftritt des „The Northern Guitar Duos“ mit Martin Ulleweit und Michael Schröder, Leiter der Musikschule Wedel. Arien und Ouvertüren aus Opern von Rossini, Verdi, de Falla, Piccini und Gershwin werden erklingen.

„Wir haben einiges auf die Beine gestellt, aber ein Großteil unserer Arbeit geschieht fast im Verborgenen“, sagte Welsch. In den Arbeitsgruppen seien jeweils zehn bis 20  Personen aktiv.

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