Senkung der Kreisumlage im Fokus

Die Jahreshauptversammlung der Jungen Union Wedel und Elbmarschen entpuppte sich als reine Männersache, mit der Landtagsabgeordneten Barbara Ostmeier (CDU) als einziger Frau im Raum.
Die Jahreshauptversammlung der Jungen Union Wedel und Elbmarschen entpuppte sich als reine Männersache, mit der Landtagsabgeordneten Barbara Ostmeier (CDU) als einziger Frau im Raum.

Hauptversammlung Kreisfinanzierung soll Wahlkampfthema der JU Wedel und Elbmarsch werden / Vorstand gewählt

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28. Dezember 2017, 16:00 Uhr

30 Mitglieder hat die Junge Union Wedel und Elbmarschen. Ein Drittel davon nahm an der Jahreshauptversammlung in Ladiges Gasthof in Holm teil, lauter junge Männer. „Es gibt bei uns schon ein paar Frauen“, wandte Vorstandsmitglied Julius Körner aus Hetlingen ein, aber die seien leider nicht besonders aktiv. „Da solltet ihr noch ein bisschen dran arbeiten“, empfahl denn auch die Landtagsabgeordnete Barbara Ostmeier (CDU), die als Gast dabei war.

Darüber hinaus aber war Ostmeier voller Lob. Der Einsatz der CDU-Nachwuchsorganisation in den Wahlkämpfen des Jahres habe wesentlich zum guten Abschneiden der Union beitragen, sowohl im Mai bei den Landtagswahlen wie auch bei den Bundestagswahlen im September, stellte Ostmeier heraus. Das werde sich fortsetzen und auch bei den Kommunalwahlen im Mai 2018 für ein gutes Ergebnis sorgen, war sie sich sicher.

Aber zuerst ging es um interne Wahlen. Die JU Wedel und Elbmarschen brauchte einen neuen Vorstand. Justus Schmitt, Kreisvorsitzender der CDU-Nachwuchsorganisation, übernahm als Tagungspräsident die Wahlleitung. Ein schnell erledigter Job: Marvin Becker wurde mit acht von zehn Stimmen als Vorsitzender wiedergewählt, seine beiden Stellvertreter Florian Kleinwort und Julian Fresch konnten sogar alle zehn Stimmen auf sich vereinigen. Janik Schernikau wurde mit neun Stimmen als Schatzmeister bestätigt. Beisitzer wurden Pascal Haas, Julius Körner, Benjamin Kwapil und Roman Voss.

Dass die Versammlung dann doch länger dauerte als erwartet, lag an einem Antrag. Körner wollte beschließen lassen, den Kreistag zu einer schnellstmöglichen Senkung der Kreisumlage aufzufordern. Der JU-Vorstand sollte zudem ein Konzept erarbeiten, um das Thema Kreisumlage öffentlichkeitswirksam in den 2018er Kommunalwahlkampf hineinzutragen. Nicht alle konnten sich mit der Idee anfreunden. Bei geringeren Umlage-Einnahmen müsste der Kreis seine Zuwendungen an die Kommunen kürzen. Die müssten folglich entsprechend mehr aus eigenen Mitteln aufwenden. Eine Entlastung der gemeindlichen Haushalte sei also nicht zu erwarten. Körner konterte, genau darum gehe es ihm aber. Den Gemeinden Kompetenzen zu erhalten, statt sie von der Kreisverwaltung „paternalistisch“ mit Zuwendungen versorgen zu lassen.

Ostmeier warf ein, man könne dann auch gleich die Existenzberechtigung von Kreisverwaltungen in Frage stellen, zumal die Ämter eine zunehmend wichtige Rolle spielen. So uferte die Debatte immer mehr in grundsätzliche Erwägungen aus. Irgendwann fanden die jungen Leute zu einem salomonischen Kompromiss: Sie strichen die Forderung nach einer Senkung der Kreisumlage einfach weg und einigten sich auf Körners zweiten Wunsch, die Kreisfinanzierung als Wahlkampfthema aufzubereiten.

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www.ju-wedel.de

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