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Wedel-Schulauer Tageblatt

14. Dezember 2017 | 00:11 Uhr

Wedel : Seniorenmesse in der TSV-Halle

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Selbstbestimmt und aktiv im Alter. Insgesamt 20 Firmen und Organisationen stellen sich vor.

shz.de von
erstellt am 13.Okt.2015 | 10:00 Uhr

Wedel | Waltraud Langer geriet ins Schwärmen: „Ich fahre nicht mehr Rad, aber mit diesem Flitzer könnte ich sofort losbrausen“, zeigte sich die 78-jährige Wedelerin begeistert, nachdem ihr René Körner vom Fahrradhaus Langbehn die Funktion des knallroten Stadtrollers erklärt und sie eine kurze Probefahrt absolviert hatte. „Als Kind habe ich nie einen Roller gehabt und möchte das jetzt nachholen“, freute sich die Rentnerin.

Die Zweiräder für „ältere Semester“ waren eines von zahlreichen Angeboten auf der Seniorenmesse in der Sporthalle des Wedeler TSV. Knapp 20 Aussteller waren vertreten, darunter Pflegeheime aus der Rolandstadt, karitative Hilfsorganisationen, ambulante Pflegedienste, Physiotherapeuten und Fachgeschäfte für medizinische Hilfsmittel.

Sie präsentierten bei der zweiten Auflage der Veranstaltung nach der erfolgreichen Premiere 2013 unter dem Motto „Aktiv und selbstbestimmt im Alter“ eine große Palette an Informationen, Beratungen, Produkten und Dienstleistungsangeboten. Organisiert wurde die sechsstündige Schau wieder von der Arbeitsgruppe Seniorenmesse Wedel, ein Zusammenschluss von mehreren Anbietern aus Wedel und Umgebung.

Auch der Seniorenbeirat war mit von der Partie. Mitglieder des Gremiums informierten über ihre Arbeit und sammelten Unterschriften gegen eine Kürzung der Stelle des Seniorenbeauftragten. In ihrer Sitzung am 18. Dezember 2014 hatte die Ratsversammlung beschlossen, die Vollzeitstelle um 50 Prozent zu reduzieren. „Ältere Menschen und ihre Angehörigen benötigen dringend eine Anlaufstelle wie das Seniorenbüro, an die sie sich wegen der Probleme, die sich aus den Anforderungen und Überforderungen des Senioren-Lebensabschnitts ergeben, wenden können. Es ist aus unserer Sicht nicht nur falsch, sondern sehr besorgniserregend, die einzige Stelle, die für über 10.000 Senioren zuständig ist, zu halbieren“, sagte Beiratsvorsitzende Sigrun Klug.

Tipps vom Busfahrer

Praktische Tipps für den Alltag gab es von Busfahrer Peter Pommerenke, der mit einem Gefährt der Kreisverkehrsgesellschaft in Pinneberg (KviP) vor der Halle stand. Hannelore Winter (89), Bewohnerin des Graf-Luckner-Hauses, hatte keine Mühe, nach der eingehenden Erklärung des freundlichen Chauffeurs mit ihrem Rollator in den Bus zu steigen. „Man muss aufpassen, dass man nicht wegrollt und beim Aussteigen immer rückwärts gehen, weil der Rollator sonst nach vorn kippen könnte“, wusste die rüstige Rentnerin.

Trainer des Wedeler TSV animierten die Besucher zu Mitmach-Aktionen. Das Bowling-Team „Golden Elbgirls“ aus dem Graf-Luckner-Haus mit Senioren im Alter von 80 bis 92 Jahren stellte sich vor und trat gegen ein Team der Organisatoren an. Die Fördergesellschaft „Gutes Hören“ lud zu einem kostenlosen Hörtest ein.

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