zur Navigation springen
Wedel-Schulauer Tageblatt

19. Oktober 2017 | 18:45 Uhr

Seniorenbüro: Kürzung ist vom Tisch

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Einvernehmlich KW-Vermerk gestrichen

shz.de von
erstellt am 12.Okt.2017 | 16:00 Uhr

Die ganze Stelle im Seniorenbüro bleibt den Wedelern auch im Falle einer Neubesetzung in vollem Umfang erhalten. Das beschlossen die Mitglieder des Sozialausschusses Dienstagabend ohne lange oder kontroverse Diskussionen einvernehmlich. Die Verwaltung hatte den Kommunalpolitikern in einer Vorlage die Möglichkeiten der Aufgabenbearbeitung mit einer vollen und mit einer halben Kraft aufgezeichnet und für eine Streichung des so genannten KW-Vermerks plädiert. „Das würde bedeuten, dass wir den Zustand, wie wir ihn heute haben, erhalten“, erläuterte Ausschussvorsitzender Lutz Degener (CDU) den Zusatz, der bedeutet, dass die Stelle bei Ausscheiden von Amtsinhaberin Gisela Rawald um die Hälfte der Stundenzahl gekürzt werden kann.

„Die SPD ist erfreut, dass das Thema jetzt noch einmal in Angriff genommen wird“, meldete sich Jutta Kross als erste zu Wort. Gemeinsam mit der Linken sei ihre Partei 2014 gegen den Beschluss gewesen. Und auch jetzt zeige die sehr informative Darstellung der Arbeitsschwerpunkte, wie wichtig eine volle Stelle für die Stadt sei. „Wir wissen um das Privileg“ fügte sie mit Blick auf die Freiwilligkeit der Leistung an. Eine Kürzung komme für die SPD zu keinem Zeitpunkt in Frage. Im Gegenteil, die Senioren würden mehr, „da können wir uns eher noch eine Erweiterung vorstellen“.

Stephan Bakan rechtfertigte noch einmal, wieso die WSI vor knapp drei Jahren unter dem Druck des Haushaltsdefizits den Kürzungsvorschlag eingebracht hatte. „Mit Entsetzen sahen wir, wo wir stehen.“ Die Partei sei damals der Überzeugung gewesen, „damit am wenigsten kaputt zu machen“. „Heute sehen wir haushaltstechnisch klarer. Auch wenn wir noch nicht über den Berg sind“, sagte Bakan. Die WSI schätze die „tolle und notwendige“ Arbeit des Seniorenbüros und werde diesmal auch für eine Streichung des Vermerks stimmen.

Die Menschen würden immer älter, da stiegen die Bedarfe, hob Heidi Garling für die CDU hervor. Sie lobte die Beratungsarbeit des Büros und dass man jetzt verstärkt aufs Ehrenamt setzen wolle. „Aber so etwas braucht Zeit und Unterstützung und Wertschätzung.“ Das sei mit einer halben Stelle nicht zu leisten. Die Wichtigkeit der Beratungsarbeit und der Hausbesuche werde den Ausschussmitgliedern jedes Jahr im Tätigkeitsbericht aufgezeigt, unterstrich Aysen Ciker von den Grünen. Die Einstimmigkeit der politischen Entscheidung wurde vom anwesenden Seniorenbeirat mit Beifall aufgenommen.

 

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen