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1100 Wohneinheiten : Semmelhaack will Wedel Nord bauen

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Elmshorner Immobilien-Gigant plant Realisierung von rund 1100 Wohneinheiten bis Ende 2020. 85 Prozent der Fläche schon unter Vertrag.

Wedel | Als Architekten und Wettbewerbs-Gewinner haben die Büros Agather-Bielenberg, Rave+Oschkinat, Schoppe+Partner und Waack+Dähn dem Projekt Wedel Nord im Frühjahr ein Gesicht gegeben. Im Planungsausschuss hat Projektentwicklungsleiter Hartmut Thede jetzt deutlich gemacht, wer das Mega-Wohnungbauvorhaben auf 53 Hektar im Altstadtnorden realisieren will: Es ist das Elmshorner Wohnungsbau-Unternehmen Semmelhaack, das unter anderem für den Umbau des Kibek-Teppichhochhauses verantwortlich zeichnet.

Insgesamt rund 1100 Wohnungen will der Immobilien-Gigant realisieren. Nicht irgendwann, sondern möglichst bis 2020, verdeutlichte Thede auf Nachfrage von FDP und Grünen. Ursprünglich war von bis zu 900 Wohnungen die Rede. Die Aufstockung im Geschosswohnungsbau solle dem Wunsch der Politik entgegenkommen. Tatsächlich will Semmelhaack zwischen 30 und 40 Prozent der Wohnungen mit öffentlichen Fördermitteln bauen. Eine der Kernkompetenzen des Unternehmens, so Thede. Daher auch der ehrgeizige Zeitplan: Bis 2018 läuft das Wohnraumförderprogramm des Landes. Und die Töpfe sind begrenzt.

380 Millionen Euro stehen zur Verfügung. Anträge kann Semmelhaack erst mit dem Aufstellungsbeschluss für einen B-Plans stellen. Und davor steht noch der Rahmenplan, wie Bauamtsleiter Klaus Lieberknecht verdeutlichte. Beabsichtigte Verabschiedung sei Mitte 2016. Der Rahmenplan biete dann die Basis für die Bauleitplanung inklusive Bürgerbeteiligung. Thede rechnet für Ende 2016 mit einer B-Plan-Aufstellung. Mitte 2017 könnten damit die Bagger rollen. Dabei gelte: Tempo ja, Kompromisse bei der Qualität dagegen nein.

Der Projektentwickler regte auch an, das Thema Flüchtlingsunterbringung bei Wedel Nord mitzudenken. Ziel sei, alle Bedürfnisse in dem neuen Baugebiet zu berücksichtigen. Auch moderne Wohnprojekte wie Mehrgenerationenhäuser sind ein Thema. Neben etwa 800 Einheiten im Geschosswohnungsbau sollen gut 300 Eigenheime entstehen. Alle Mietobjekte will das Elmshorner Unternehmen langfristig im Eigenbestand halten. Aktuell umfasst der gut 20.000 Wohnungen. Thede nannte für Wedel Nord eine Mietpreisspanne von 5,50 Euro bis 9,50 Euro pro Quadratmeter.

Zur Frage der Eigentumsverhältnisse erklärte der Semmelhaack-Sprecher: 85 Prozent der Fläche sei vertraglich gesichert, mit den Eignern der restlichen 15 Prozent liefen aussichtsreiche Verhandlungen. Ein Investitionsvolumen könne er zu diesem Zeitpunkt nicht benennen, so der Planer: „Das wäre unseriös.“ Auch was die Erschließung nach der jüngsten Abkehr von der Nordumfahrung angeht, könne er noch keine Aussagen treffen, so Thede. „Darüber sind wir aktuell mit Politik und Verwaltung im Gespräch.“

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erstellt am 03.Dez.2015 | 00:32 Uhr

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