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Wedel-Schulauer Tageblatt

17. Dezember 2017 | 04:08 Uhr

Heist/Berlin : Seitenwechsel: Parlament statt Bau

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Heistmer Handwerksmeister hospitiert eine Woche lang bei Ernst Dieter Rossmann im Berliner SPD-Bundestagsbüro.

Heist/Berlin | Einblick in die Welt der großen Politik nehmen können Handwerker aus Schleswig-Holstein. Die schleswig-holsteinischen Bundestagsabgeordneten organisieren regelmäßig „Seitenwechsel“. Eine Woche lang hatte der Elmshorner SPD-Abgeordnete Ernst Dieter Rossmann nun den Heistmer Handwerksmeister Andreas Wiechers in Berlin zu Gast.

„Der Austausch mit Handwerksbetrieben aus meinem Wahlkreis ist immer wieder fruchtbar und wichtig für meine Arbeit“, so Rossmann, der auch Sprecher der SPD-Landesgruppe ist. Die Abgeordneten erstatten entsprechend einen Gegenbesuch und gehen in die Handwerks-betriebe. Wiechers, Geschäftsführer eines 15-Personen-Betriebs für Heizungsbau, absolvierte ein umfangreiches Programm, hatte detaillierte Einblicke in den Büroablauf und zahlreiche Gespräche mit seinem Partner-Abgeordneten. Er nahm an der Arbeitsgruppen- und Ausschusssitzung für Bildung und Forschung genauso wie an der Sitzung der SPD-Landesgruppe Schleswig-Holstein und an einer Sitzung der SPD-Bundestagsfraktion teil. Eine Führung im Bundeskanzler-amt war auch mit im Programm.

Auf der Besuchertribüne des Plenarsaals konnte Wiechers unter anderem die Debatte zur Sterbehilfe und zur Grundgesetzänderung für die Hochschulen miterleben. Bei dieser Debatte hatte Rossmann als Hauptredner für die SPD das Wort ergriffen.

Auch an Abendterminen konnte der Heistmer teilnehmen, wie am Treffen der „Küstengang“, der SPD-Bundestagsabgeordneten aus dem Norden Deutschlands oder an einem Diskussionsabend der Wissenschaftsorganisationen.

Für Wiechers waren die Berliner Tage spannend und ereignisreich. Insbesondere die Vielfalt der Themen beeindruckte ihn. Mit dem Schwerpunktthema der beruflichen Bildung und der Meister-Weiterbildung standen unter anderem Anliegen obenan, die auch für das Handwerk wichtig sind. Rossmann: „Unser Ziel ist es, noch in dieser Legislaturperiode das Meister-Bafög deutlich zu verbessern. Wir brauchen hier mehr Gleichstellung auch zur akademischen Bildung.“

Einen besonderen Eindruck bei Wiechers haben bei seiner Reichstagswoche nicht nur die weitläufigen Räumlichkeiten hinterlassen, sondern auch die Tatsache, als temporärer Besitzer eines Hausausweises Zugang zu vielen Sitzungen und Informationsveranstaltungen bekommen zu haben. Wiechers: „Der Bildungsurlaub in Berlin hat sich gelohnt. Politik so hautnah mit zu erleben, war eine wichtige Erfahrung.“ Der Heistmer Unternehmer freut sich nun auf den Gegenbesuch des Sozialdemokraten.

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