Seit 40 Jahren Hilfe vor Ort

Die Glückwünsche der Nachbar-Ortsvereine nahm Holms DRK-Vorsitzende Conny Frohnert (Mitte) von Angelika Nielsen (von links), Veronika Mohr, Ute Hein und Katja Witzke entgegen.
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Die Glückwünsche der Nachbar-Ortsvereine nahm Holms DRK-Vorsitzende Conny Frohnert (Mitte) von Angelika Nielsen (von links), Veronika Mohr, Ute Hein und Katja Witzke entgegen.

Der Holmer DRK-Verein feierte seinen runden Geburtstag mit Musik und Gesprächen / Bürgermeister Uwe Hüttner (CDU) tritt ein

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11. Juli 2018, 16:00 Uhr

Im Juni 1978 wurde in Holm aus den Reihen der damaligen Frauen-Union der CDU ein Ortsverein des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) gegründet. Nunmehr blicken die Aktiven auf 40 Jahre zurück und feierten das Jubiläum mit Musik der Gruppe Time for Folk im Gästehaus „Café und Bleibe“ auf dem Rißler-Hof. Und dies aus gutem Grund. „Handelt es sich doch um einen Verein, der sich ganz dem Wohl der Allgemeinheit verschrieben hat“, brachte es Holms neuer Bürgermeister Uwe Hüttner (CDU) in seinem Grußwort auf den Punkt.

Im Hof-Café blieb kein Platz frei, als die Vorsitzende Conny Frohnert auch neun Gründungsmitglieder begrüßen konnte. Gekommen waren außer dem 15-köpfigen Aktivteam auch die fördernden Mitglieder, der bisherige Bürgermeister Walter Rißler (CDU) und Vertreter der örtlichen Vereine. Und auch Rot-Kreuzler aus den befreundeten Nachbarvereinen gratulierten zum Jubiläum: Katja Witzke aus Heist, Ute Hein aus Hetlingen, Veronika Mohr aus Haselau und Angelika Nielsen aus Haseldorf.

Frohnert erinnerte an den von ihr mit eingeleiteten Generationswechsel, als im örtlichen Supermarkt ein Plakat aushing, wonach vom DRK-Ortsverein Nachwuchs gesucht wurde. „Wir dachten, das gucken wir uns mal an“, erinnerte sich die Vereinschefin. „Aber schnell wurde uns klar: Es wurde kein Nachwuchs sondern es wurden Nachfolger für den kompletten Vorstand gesucht.“ Dank der Überredungskunst des damaligen DRK-Kreisgeschäftsführer Uwe Lubitz ließen sich Frohnert und ihr Team darauf ein. „Vor allem, weil wir die Möglichkeit erhalten wollten, in Holm Blut zu spenden“, sagte Frohnert rückblickend.

In seiner ersten öffentlichen Ansprach machte Bürgermeister Hüttner keinen Hehl daraus, wie sehr er die Hingabe und Begeisterung bewundert, mit der sich das Team des DRK-Ortsvereins für die Bürger einsetzt. Er würdigte das breite Spektrum an Aktivitäten, dem sich das Rote Kreuz in Holm stelle, und die psychologische und soziale Arbeit, die der Verein für die ältere Generation übernommen hat. „Die Gemeinde kann stolz auf euch sein“, hob Hütter hervor, ehe er mit herzlichen Dankesworten ein Geldpräsent und seine Eintritts-Erklärung überreichte.


Blutspendeaktionen als Kernaufgabe

Auf der Gründungsversammlung am 27. Juni 1978 waren 28 Frauen und Männer dem Ortsverein beigetreten. Heute hat die Organisation 130 Mitglieder. Der damalige Bürgermeister Klaus Kleinwort (CDU) übernahm als Schirmherr den Vorsitz, Iris Nonn die eigentliche Vereinsführung. 1979 fand die erste Blutspende-Aktion in Holm statt. Der Verein organisierte Erste-Hilfe-Lehrgänge, Kurse in Hauspflege und sogar Kochkurse. Es wurden Veranstaltungen für Senioren und regelmäßige Sprechstunden angeboten. 1985 bekam der Verein mit dem Haus an der Hetlinger Straße erstmals ein eigenes Domizil. Der Vorsitz wechselt im Laufe der Jahrzehnte auf Lieselotte Dobiasch, Ingelore Piech, Gudrun Brandt und Inge Groth. 2008 gab es einen Generationswechsel: Acht Frauen engagierten sich mit Frohnert an der Spitze.

In Holm werden jährlich traditionell vier Blutspende-Termine organisiert. Zudem gibt es regelmäßig Seniorenveranstaltungen wie Klön- und Spielnachmittage. Die Begleitung gemeindlicher Veranstaltungen gehört ebenso zur Vereinsarbeit wie der Hausbesuch bei Alters-Jubilaren.

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