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Wedeler Tribal Festival : Schwungvoll und graziös zugleich

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Kunst und eine Prise Erotik: 30 Tanzgruppen aus Norddeutschland präsentierten im Ernst-Barlach-Saal ihr Können.

shz.de von
erstellt am 22.Okt.2013 | 16:00 Uhr

Der Erfolg der Premiere im vorigen Jahr machte ihnen Mut, eine zweite Auflage des Tribal-Festivals auf die Beine zu stellen. Theda Möller aus Wedel und die Hamburger Tanzpädagogin Susanne Lohse hatten wieder eine große Show vorbereitet. 30 Gruppen aus fast ganz Norddeutschland waren in die Rolandstadt gekommen, um verschiedene Formen des American Tribal Style, in Kurzform ATS genannt, zu präsentieren. „Wir wollen den Wedelern zeigen, dass diese Art des Tanzens großen Spaß macht“, sagten die Organisatorinnen der zweitägigen Veranstaltung im Ernst-Barlach-Saal.

ATS ist ein moderner Gruppentanz amerikanischen Ursprungs, der zahlreiche orientalische Elemente enthält, aber seit seiner Entstehung in den 1960er- und 70er-Jahren eine eigenständige Entwicklung genommen hat. Mittlerweile gehören auch Tanzformen wie Flamenco, Jazz, Hip-Hop und Gothic dazu. Es gelten zwar feste Regeln, aber der Individualität sind kaum Grenzen gesetzt. Jede Gruppe entwickelt ihren eigenen Stil, auch bei der Auswahl ihrer Kostüme: glitzernd, farbenfroh, oft bauchnabelfrei. Dazu ein üppiger Schmuck wie Ketten, Ringe und Armreifen, eine nahezu perfekte Mischung aus Kunst, graziöser Haltung und einer Prise Erotik.

Heimspiel für „Phabula“

Los ging es am ersten Abend mit einer „offenen Bühne“. Zehn Gruppen präsentierten einen Auszug aus der breiten Vielfalt des ATS. Da schwebten die Tänzerinnen von „Almandin“ über die Bühne, fanden sich immer wieder zu neuen Formationen zusammen, „Ülrique“ aus Kiel begeisterte mit einem Solo-Auftritt, und das Frauen-Duo „Trivalia“, mit Masken ähnlich denen des venezianischen Karnevals kostümiert, brachte eine einmal ganz andere Art des Tribals auf die Bühne.

Bei der Gala-Show des Festivals, dem zweiten Teil der Veranstaltung, traten auch Dozentinnen der Tanzschulen, bei denen die Gruppen üben, auf. Mit von der Partie war unter anderem „Phabula“ aus Wedel. Höhepunkt war das Finale mit allen Mitwirkenden. Die Besucher im fast voll gefüllten Barlach-Saal waren begeistert und belohnten die Tänzerinnen mit viel Applaus.

In den Pausen wurde den Besuchern im Foyer einiges geboten. Samer, ein Syrer, lud zu einem Büfett mit orientalischen Köstlichkeiten wie Kichererbsenpürree, Couscous, Rote Bete, Auberginenmus und Möhrensalat ein. Zudem bestand Gelegenheit, Kleider, Röcke, Tücher, Schmuck sowie Holz- und Schmiedewerke zu kaufen. „Im nächsten Jahr wird es wieder ein Tribal-Festival geben“, versicherte Organisatorin Susanne Lohse. Allerdings werde es nur noch an einem Tag stattfinden.



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