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15. Holsteiner Apfeltage in Haselau : Schweres Erbe

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Zum letzten Mal organisiert der Kreisbauernverband die Veranstaltung in Haselau. Gestorben sind die Apfeltage jedoch noch nicht.

Sie sind zum Markenzeichen der Obstbauregion Elbmarsch im Kreis Pinneberg geworden – die Holsteiner Apfeltage. 1999 gelang es dem damaligen SPD-Landtagsabgeordneten Helmut Plüschau aus Wedel, mithilfe von Politik und Sponsoren die Veranstaltungsreihe ins Leben zu rufen. Am Wochenende wurde die 15. Auflage der Apfeltage eröffnet. Es wird jedoch die letzte sein, die der Kreisbauernverband federführend organisiert. „Wir wollen aufhören, wenn es noch gut ist, und nicht, wenn es nicht mehr geht“, sagte Georg Kleinwort vom Verbandsvorstand vor etwa 70 geladenen Besuchern in der Haselauer Gaststätte „Jägerkrug“.

Bei der Premiere vor 14 Jahren seien noch acht Obstbauern beteiligt gewesen, heute nur noch zwei, führte Kleinwort aus. Grund dafür sei unter anderem die schlechte Ertragssituation. Zudem sei ein verändertes Verbraucherverhalten festzustellen. Die Holsteiner Apfeltage sind jedoch nicht „tot“, denn die Interessengemeinschaft Handel und Gewerbe Uetersen wird ab 2014 die Organisation übernehmen.

Zur Eröffnung am Freitagabend begrüßte Kleinwort besonders Marga Trede, Präsidentin des Landfrauenverbands Schleswig-Holstein, Kreispräsident Burkhard Tiemann sowie Bundes-, Landes- und Kommunalpolitiker aus dem Kreis. Besonders erfreut zeigte sich Kleinwort, dass außer der amtierenden Apfelkönigin Catrin Körner aus Pinneberg auch fast alle Vorgängerinnen der „Majestät“ gekommen waren. „Sie haben sich um die Apfelbauregion verdient gemacht und sie würdig vertreten“, lobte er den Einsatz der jungen Frauen.

„Obst ist ein lebendiges Erbe, das zur Sicherung unserer Zukunft erhalten werden muss“, betonte Trede. Die Obstbäume prägten die Landschaft Schleswig-Holsteins maßgeblich, und die Plantagen böten auch Lebensraum für zahlreiche Tiere. Tiemann stellte fest, dass in der Landwirtschaft im Kreis Pinneberg die Verbindung von Ökologie und Ökonomie seit langem praktiziert werde.

Umrahmt wurde die Eröffnung mit Musik der Akkordeongruppe Heist sowie Vorführungen der Kinderturngruppe des TV Haseldorf und der „Teenies“ der „Hetlinger Deerns“. Gestern Vormittag fand sich zu einem Gottesdienst auf dem Haselauer Obstgut Deekenhörn auch der schleswig-holsteinische Ministerpräsident und Schirmherr der Apfeltage, Torsten Albig, ein. Noch bis Ende Oktober wird es in der Elbmarsch zahlreiche Veranstaltungen im Zeichen des Kernobsts geben, darunter am Sonntag, 29. September, den 15. Holsteiner Apfelmarkt in Uetersen sowie am Sonntag, 20. Oktober, den Apfelquetschertag in Seester. Zudem werden Führungen durch den Obstgarten Haseldorf angeboten. Nähere Infos stehen auf der Internetseite www.elbmarschenhaus.de
 

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erstellt am 16.Sep.2013 | 12:00 Uhr

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