Landesstrasse 261 : Schwerer Unfall in Hetlingen: Autofahrer eingeklemmt

Die Hetlinger Wehr wurde abgezogen, weil ein Kamerad in den Zusammenstoß verwickelt war.

Die Hetlinger Wehr wurde abgezogen, weil ein Kamerad in den Zusammenstoß verwickelt war.

Belastender Einsatz für die örtliche Feuerwehr: Der Sohn eines Feuerwehrkameraden wurde lebensgefährlich verletzt.

shz.de von
19. Juli 2018, 10:15 Uhr

Hetlingen / Holm / Wedel | Schwerer Autounfall am Mittwochnachmittag in Hetlingen (Kreis Pinneberg): Gegen 16 Uhr kollidierten zwei Fahrzeuge vor dem Haus Nummer 10 in der Holmer Straße. Dabei wurden zwei Menschen leicht verletzt, einer schwer. Für die herbeigeeilten Retter der Freiwilligen Feuerwehr Hetlingen war der Einsatz besonders belastend: Beim Eintreffen an der Unfallstelle wurde klar, dass einer der Verletzten aus ihren Reihen stammt. Zudem ist der Schwerverletzte der Sohn eines Feuerwehrkameraden, berichtete Kreis-Feuerwehrsprecher Hauke Pannen.

Deshalb wurden die Hetlinger auch umgehend aus der ersten Reihe zurückgenommen und die Holmer Wehr übernahm die Leitung. Die ebenfalls zur Hilfe gerufenen Kameraden der Wedeler Wehr, die mit einem Löschzug, bestehend aus drei Fahrzeugen, der Drehleiter und 15 Mann um 16.16 Uhr zur Unterstützung ebenfalls vorsorglich nachalarmiert worden waren, kamen nicht zum Einsatz.

Landesstraße 261 stundenlang gesperrt

Nach Auskunft Pannens war der Fahrer eines schwarzen Polos vom Hof eines Handwerksbetriebs nach links Richtung Dorfmitte abgebogen. Dabei touchierte er einen Audi, der aus Richtung Holm kam und gerade ein Fahrzeug überholte. Während der Polo nur vorn rechts an der Beifahrerseite beschädigt wurde, flog der Audi, der einen Straßenbaum schwer beschädigte, in den rechtsseitigen Graben. Fahrzeugteile flogen durch die Luft.

Der Audi-Fahrer wurde eingeklemmt und musste mit dem Einsatz von hydraulischem Rettungsgeschirr befreit werden. „Wir müssen von lebensgefährlichen Verletzungen ausgehen“, sagte Pannen. Deshalb wurde der Rettungshelikopter Christoph Hansa angefordert, der den Schwerverletzten in ein Krankenhaus brachte.

Laut Pannen waren insgesamt 41 Mitglieder der Feuerwehren im Einsatz, dazu weitere elf Rettungskräfte sowie mehrere Angehörige der Polizei. Die Landesstraße 261 war mehrere Stunden lang gesperrt, auch der Linienbusverkehr kam deshalb zum Erliegen.

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