Schulweg: Nun sind Experten gefragt

Externe Planer sollen Lösungen für mehr Sicherheit auf Fußgängerfurten am Knoten Rolandstraße / Austraße / Am Marktplatz erarbeiten

shz.de von
06. Juli 2018, 16:00 Uhr

Jetzt sollen externe Experten ran, um Lösungen für mehr Schulwegsicherheit in Wedels Altstadt zu finden: Nach erneuter Diskussion des CDU-Antrags zur Entschärfung des B  431-Knotens Rolandstraße / Austraße / Am Marktplatz im Bauausschuss hat die Verwaltung zugesagt, eine Beschlussvorlage für die Beauftragung eines Verkehrsplaners vorzulegen.

Kern der Betrachtung sollen die ampelgeschalteten Fußgängerfurten in dem Bereich sein. Ein Hauptaugenmerk liegt dabei auf der so genannten Sprunginsel der östlichen Fußgängerfurt. Wie berichtet hatten die Christdemokraten vor Gefahren gewarnt, da sich zu Hauptstoßzeiten oft viel zu viele Schüler auf engstem Raum direkt an der viel befahrenen Bundesstraße drängten. Vorschlag der CDU war daher, die Ampelschaltung so zu verändern, dass die B 431 in einer Grünphase vollständig überquert werden kann. Die Verwaltung allerdings sah dadurch die Leistungsfähigkeit des gesamten Knoten nicht mehr gewährleistet.

Zudem wollten die Christdemokraten einen Rückbau der Sprunginsel geprüft wissen. Die Verwaltung schlug daraufhin vier Varianten vor. Die von der CDU bevorzugte sei die, bei der die östliche Ampelquerung gänzlich entfällt, ließ Stephan Schwartz wissen. Für den Weg zur Altstadtschule stünden dann noch die westliche und südliche Furt sowie die Querung beim Barlach-Museum zur Verfügung, erläuterte die Stadt. Das überzeugte Helmut Thöm (FDP) nicht. Alle Varianten seien keine befriedigenden Lösungen, so der Liberale, der besagten externen Gutachter ins Spiel brachte. Auch Ausschusschef Rainer Hagendorf (Grüne) sah für die „vertrackte Kreuzung keine Ideallösung, aber Handlungsbedarf“. Wolfgang Rüdiger (SPD) wies die Gefahr hin, dass die Kinder nicht die längeren Wege wählen, sondern womöglich „einfach über die Straße gehen“. Auch er sprach sich für eine externe Prüfung aus.

Das Landesamt müsse bauliche Maßnahmen ohnehin genehmigen. „Da sind doch die externen Fachleute“, warf Klaus Schröder (CDU) ein. Der Landesbetrieb für Straßenbau und Verkehr müsse zwar zustimmen, die Planung jedoch liege bei Wedel, klärte Annette Boettcher von der Bauverwaltung auf. Die vorgeschlagene Variante sei nur eine Minimallösung als Sofortmaßnahme. Für komplexere Konzepte müssten tatsächlich Verkehrsgutachter hinzugezogen werden.

zur Startseite
Karte

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen