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Wedel-Schulauer Tageblatt

22. August 2017 | 13:14 Uhr

Schulsanierung: Schelte fürs Amt

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Zeitverzögerung Schulverbands-Bauausschussvorsitzender beklagt Untätigkeit der Verwaltung in Sachen Gemsmo

Wenn es um die Sanierung des Schulzentrums Moorrege geht, sind weiterhin gute Nerven und Geduld angesagt. Das wurde während der Verbandsversammlung des Schulverbands Gemeinschaftsschule Am Himmelsbarg (Gemsmo) am Dienstagabend einmal mehr deutlich. Zwar konnte der mit dem Mensabau beauftragte Architekt, Arne Neumann, Entwarnung in Sachen weiterer Kostenexplosion geben, dennoch wird sich die Einweihung weiter verzögern. „Es geht gut voran, aber es gab leichte Rückschläge“, räumte Neumann ein.

Im September gab es für die Mitglieder des Schulverbands die Hiobsbotschaft, dass die Mensa um 400  000 Euro teurer wird und somit 1,82 Millionen Euro kostet (unsere Zeitung berichtete). Nun ist der Zeitplan, wenn auch leicht, in Verzug geraten, so der Architekt. Schuld seien unter anderem ein Leitungsschaden, die Suche von Alternativrouten für die Dachentwässerung und Erkrankungen von Mitarbeitern. Die Eröffnung solle um zwei bis drei Wochen nach hinten verschoben werden. Auch wenn erst nach den Osterferien 2017 das Projekt abgeschlossen sei, so halten sich die Kosten im Rahmen, versicherte Architekt Neumann.

Komplett in der Warteschleife sind die Pläne für die Sanierung oder den Neubau des Schulgebäudes. Schelte für die Verwaltung gab es deshalb von Rolf Herrmann (Foto, CDU), Vorsitzender des Finanz- und Bauausschusses und Bürgermeister von Haselau. Denn eigentlich hätten nach den Sommerferien Gespräche mit drei Architekten geführt werden sollen. Die Auswahl sei mit dem Amt Moorrege abgestimmt gewesen. Passiert sei von Verwaltungsseite her nichts. „Leider habe ich nicht genug nachgefragt“, sagte Herrmann. Erst nach massivem Nachhaken durch ihn und Schulverbandsvorsteher Karl-Heinz Weinberg (Foto unten, CDU), der auch Bürgermeister von Moorrege ist, seien die Architekten am 11.  November angeschrieben worden. Bis zum 26. November sollten sie ihre Ideen einreichen. Doch diese Frist war viel zu kurz. „Es ist manchmal schwierig, diese Zeitverzögerungen nachzuvollziehen“, stellte Herrmann fest. Eine Erklärung dafür gab es vom anwesenden Amtsdirektor, Rainer Jürgensen, nicht.

Doch nun soll es zügiger vorangehen. Herrmann teilte mit, dass in der zweiten Januarhälfte Gespräche mit den Architekten geführt werden sollen: „Dann wissen wir, ob ein Umbau oder Neubau sinnvoll ist.“

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