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Besorgte Eltern : Schulkindbetreuung: Wedel reagiert

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Beschlussvorlage für die Unterbringung von Grundschulkindern: 95 neue Plätze sollen geschaffen werden. Die Kostenbeiträge werden erhöht.

Der Mangel an über 100 Schulkindbetreuungsplätzen war für viele Eltern in der Rolandstadt besorgniserregend. Eine Elterninitiative, gegründet von Müttern künftiger Erstklässler, erläuterte kürzlich im Rahmen der Einwohnerfragestunde beim Ausschuss für Bildung, Kultur und Sport (BKS) ihr Anliegen. „Wir haben Angst um unsere Arbeitsplätze“, verkündeten sie. Beim Ausschuss Anfang Februar waren sich Vertreter aller Parteien einig: Es braucht mehr Betreuungsplätze. Doch dabei darf der Haushalt nicht zusätzlich belastet werden.

Jetzt liegt eine Beschlussvorlage des BKS-Ausschusses vor. Die Eltern dürfen aufatmen: Das derzeitige Angebot soll um 95 Plätze erweitert werden. Ziel sei „die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu erleichtern und den Kindern eine qualitätvolle Betreuung zu garantieren“. Insgesamt sollen 75 neue Schulkinderbetreuungsplätze geschaffen werden. Zusätzlich soll es 25 neue Plätze für die dreiwöchige Betreuung in den Sommerferien geben. Die Gesamtkosten der Maßnahmen belaufen sich auf 187.200 Euro. Um den defizitären Haushalt nicht zu belasten, wird der Elternbeitrag abermals erhöht.

Dezidiert würden die Erweiterung bedeuten: Die Betreuung an der Altstadtschule wird um zwei Gruppen erweitert. Platz ist für eine Gruppe in der Schule, eine weitere soll schulnah in der alten Feuerwache untergebracht werden. Insgesamt 40 Kinder könnten dann zusätzlich untergebracht werden.

An der Moorwegschule käme eine Gruppe für 25 Kinder hinzu. Dort sei eine Unterbringung im Schulgebäude möglich. Allerdings „kann aus heutiger Sicht der Bedarf zum kommenden Schuljahr nicht vollständig gedeckt werden“, heißt es in der Darstellung des Sachverhalts. Plätze für 15 Kinder fehlen. Eine konkrete Lösung gebe es dafür noch nicht. Zwar soll, wie in der Vergangenheit, die Rettungsstation des DRK verstärkt genutzt werden. Dort ist jedoch ein Umbau geplant, die Nutzung durch die Moorwegschule sei frühestens ab Mitte 2015 möglich.

In der Ganztagsschule Albert-Schweitzer-Schule wird ebenfalls erweitert: 30 Kindernamen standen dort bisher auf der Warteliste. Da Räume zur Verfügung stehen soll für diese Jungen und Mädchen eine weitere Modulgruppe hinzukommen.

Insgesamt werden in der Rolandstadt derzeit 240 Grundschüler betreut. Durch die Erweiterung wären es dann 335 Plätze. Das sei laut Bericht eine verlässliche Nachmittagsbetreuung für 70 Prozent der Schüler.

Durch die Mehrkosten von fast 200.000 Euro wurde eine Gegenfinanzierung kalkuliert. Hier schlägt die Verwaltung vor, die ermäßigten und die Mindestbeiträge nicht wieder zu erhöhen. Da der städtische Haushalt eine defizitäre Leistungserweiterung jedoch nicht zulässt, werden die Regelbeiträge um 25 Prozent ansteigen. Das sei möglich und zumutbar. Obwohl die Beiträge bereits zum 1. August 2013 und 2014 erhöht wurden, seien die Kosten dann immer noch vergleichbar mit Kita-Gebühren.

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erstellt am 20.Feb.2014 | 16:00 Uhr

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