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Wedel-Schulauer Tageblatt

18. August 2017 | 13:33 Uhr

Schulfrei zum Arbeiten für Afrika

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Hilfsaktion Seit zehn Jahren beteiligt sich die Gemeinschaftsschule Moorrege (Gemsmo) an dem Projekt / Arbeitgeber gesucht

Die Gemeinschaftsschule Am Himmelsbarg (Gemsmo) bereitet sich auf ein Jubiläum vor: ihren zehnten „Tag für Afrika“. Dahinter steht der gemeinnützige Verein Aktion Tagwerk. Lina Eberle und Marie Springborn aus der zehnten Klasse machten sich deshalb auf den Weg nach Mainz, um sich im Hauptquartier der Organisation für das Projekt fit zu machen. Jetzt kamen zwei Berlinerinnen, Alexandra Engel und Johanna Roth, im Rahmen ihres Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) als Aktionsabgesandte nach Moorrege. Mit zwei Vorträgen im Infozentrum stimmten sie alle Schüler auf ihr Tagwerk ein, damit am Montag, 3. Juli, alles klappt.

Es geht dabei ums Geldverdienen. Die Mädchen und Jungen der Schule sollen sich für einen Tag einen bezahlten Job suchen. Was sie verdienen, geben sie dann ungeschmälert weiter. Die Hälfte davon geht an eine Partnerschule in Tansania, die andere Hälfte steckt der Mainzer Verein in seine Arbeit. Das Motto des diesjährigen Aktionstags lautet, „Gemeinsam gleiche Chancen schaffen“. Denn, so hoben die beiden Emissäre hervor, in vielen afrikanischen Ländern werden Mädchen noch immer benachteiligt, wenn es um das Recht auf Schulbesuch und andere Bildungschancen geht. Sie dokumentierten das eindrucksvoll mit einer Lichtbildervorführung.

Zwei Vertrauenslehrerinnen, Silvana Berger und Maike Schwabe, sind dafür da, den Moorreger „Tag für Afrika“ auf Spur zu halten. Denn es geht natürlich nicht ohne Bürokratie: Die Schüler müssen versichert sein. Also muss ein Arbeitsvertrag her. Und der Lohn muss in die richtigen Kanäle fließen

Den deutschlandweiten „Tag für Afrika“ gibt es erst seit zehn Jahren. Die Gemsmo ist von Anfang an dabei. Deshalb sollte alles wie geschmiert vonstatten gehen. Aber natürlich haben die Moorreger den Ehrgeiz, im Jubiläumsjahr besonders gut abzuschneiden. Beim „Tag für Afrika“ 2016 kamen 3354,90 Euro zusammen. Das wollen sie toppen.

Von jetzt an sind die Schüler deshalb auf Arbeitgebersuche. Landwirtschaft, Handwerk und Handel kommen in Frage. Auch die eigene Familie, wenn sie etwa einen Job im Garten zu vergeben hat. Wer also einem Jungen oder Mädchen die Chance geben will, für einen guten Zweck ein paar Euro zu verdienen, sollte sich bei der Gemsmo melden, entweder telefonisch unter (0  41  22) 8  59  40 oder per E-Mail an sekretariat@gemsmo.de.



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