zur Navigation springen
Wedel-Schulauer Tageblatt

19. August 2017 | 05:49 Uhr

Wedel : Schulen erneuern Zusammenarbeit

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Ernst-Barlach-Schule und Gebrüder-Humboldt-Schule unterzeichnen zweiten Kooperationsvertrag zur gemeinsamen Oberstufe.

Wedel | Gelöste Stimmung im Büro von Ulrike Quadfasel. Die Leiterin der Ernst-Barlach-Schule (EBS) und ihr Kollege von der Gebrüder-Humboldt-Schule (GHS), Andreas Herwig, unterzeichneten gestern einen neuen Kooperationsvertrag. Künftig sollen Absolventen der EBS wieder den gleichen Anspruch auf einen Oberstufenplatz an der GHS haben, wie die dortigen Zehntklässler. Eine Zusammenarbeit, die erst durch die Anschaffung von zwei Containern an der GHS wieder möglich geworden ist.

Der Hintergrund: 2012 schließen die beiden Bildungseinrichtungen die erste Auflage des Kooperationsvertrags ab – mit dem gleichen Inhalt wie heute. Die Barlachschule hatte als Gemeinschaftsschule ohne Oberstufe vorher sinkende Schülerzahlen zu beklagen gehabt. Durch den Vertrag wird der reibungslose Weg zum Abitur an der Humboldt-Schule möglich. Vor einem Jahr schlägt der damalige GHS-Schulleiter Antonius Soest jedoch Alarm: Für den Oberstufenunterricht sei zu wenig Platz. Die gemeinsame Zukunft der Schulen scheint ungewiss. Doch im Januar 2015 genehmigt der Rat endlich die Anschaffung von zwei Containern für den Unterricht. Für das kommende Schuljahr kann die GHS nun mit einer dreizügigen Oberstufe planen. Der Weg für einen neuen Kooperationsvertrag ist frei.

„Im Schnitt strebt immer ein bisschen weniger als die Hälfte unserer Absolventen nach der zehnten Klasse die Oberstufe an“, erklärt Quadfasel. Die Größe der Jahrgänge unterscheide sich aber oft stark. Im vergangenen Jahr machten 40 Schüler an der EBS die Mittlerere Reife, 16 davon wollten weiter die Schulbank drücken. Die Voraussetzung, um sicher von der Humboldt-Schule übernommen zu werden: Maximal einmal „ausreichend“ im Abschlusszeugnis, keine schlechteren Zensuren. Wer das nicht schafft, kann sich trotzdem bewerben, eine Übernahmegarantie gibt es aber nicht. Dennoch betont Quadfasel: „Viele Schüler schaffen einen höheren Abschluss, als von der Grundschule prognostiziert.“

Durch die Kooperation – und die gute Zusammenarbeit mit dem Johann-Rist-Gymnasium – ist es gelungen, den Weggang von Jugendlichen nach Hamburg zu verringern. Quadfasel: „Die Schüler bleiben jetzt eher in Wedel.“ GHS-Oberstufenleiter Kai Nerger betont, dass die beiden Einrichtungen auch ohne den Vertrag stets gut zusammengearbeitet hätten. Auch die Integration der Barlach-Schüler sei kein Problem. „Sie wachsen sehr schnell zusammen“, sagt Quadfasel. In einem Jahr soll die Situation direkt evaluiert werden. Dann wird man sehen, ob zwei Container ausreichen.

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 14.Feb.2015 | 15:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen