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Benefizdinner in Wedel für Phillippinen : Schülershow der Superlative

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Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Gymnasiasten des JRG sammeln mehr als 4000 Euro ein, 100 Gäste genießen ein selbst gekochtes Menü im Restaurant "Elbe 1"

shz.de von
erstellt am 29.Jan.2014 | 16:00 Uhr

Es ist einer ihrer größten Benefizerfolge der vergangenen Jahre: Mehr als 4000 Euro für eine Schule auf der verwüsteten philippinischen Insel Leyte kamen zusammen. Es war ein kaum zu übertreffender Genuss für den Gaumen: Rahmsüppchen mit Minze und Mozzarella-Spieß, Maispoularde auf Limonenrisotto und als Krönung Schokoladenkuchen mit Mango, Ananas und Vanilleeis. Es war eine Talentshow, die bewundernden Jubel auslöste: Schüler aus allen Jahrgängen begrüßten, unterhielten, amüsierten, bekochten und bewirteten mehr als 100 Gäste. Kurz, es war ein Abend der Superlative, den Johann-Rist-Gymnasiasten im „Elbe 1“ auf die Beine stellten.

Es war das erste große Projekt des neuen Schulsprecherteams mit Lea Timmermann und Carl Dworzack an der Spitze. Einsatz für andere hat einen hohen Stellenwert am Gymnasium. Seit Jahren schon werden von den Schülern Weihnachtsbasare für wohltätige Zwecke organisiert, hob die stellvertretende Schulleiterin Anke Kjer hervor. Aber so ein festliches Dinner im Restaurant gab es zuvor noch nicht. „Die neue Schülervertretung ist sehr experimentierfreudig und geht mit enormem Elan an ihre Vorhaben heran“, lobte denn auch Vertrauenslehrer Gerrit Naujoks am Lehrertisch.

An den übrigen Tischen saßen Eltern, Verwandte und viele Sponsoren, denn alles, was an diesem Tag auf den Tisch kam, waren Spenden. Natürlich gehörte auch Elbe 1-Chef Daniel Frigori zu den großzügigen Förderern. Er stellte nicht nur seine Räumlichkeiten kostenlos zur Verfügung, sondern auch ein paar Profis aus seinem Team, die den Mädchen und Jungen bei Bedarf diskret unter die Arme griffen. Fenja zum Beispiel, die beim Servieren mit hilfreichen Fingerzeigen Regie führte, oder Azubi Tobias Wolf in der Küche. Der hatte auch schon beim Zusammenstellen des Menüs sein Fachwissen eingebracht. Nicht zu vergessen Thorben Korn, der unverdrossen am Piano in die Tasten haute, während rundherum alle genüsslich speisten.

Showstar des Abends war Yannick Penz. Der Vorjahresschulsprecher, vollendet elegant in Schwarz mit silbergrauer Fliege, entpuppte sich als souveräner Auktionator. Zäh musste er zu Werke gehen, denn die Versteigerung des wertvollsten Preises, eines gestifteten Gemäldes von Ole West, wollte erst nicht richtig in die Gänge kommen. Mühselig trieb er den Preis vom 500-Euro-Einstieg auf 520 hoch. Dann schien nichts mehr zu gehen, aber Yannick zögerte den Zuschlag mit immer neuen Späßen hinaus, bis sich dann doch ein weiterer Bieter fand. Von da an nahm die Sache Fahrt auf. Die Auktion wurde schließlich zum Duell zweier Kunstliebhaber. Sparkassenchef Josef Musil hielt am längsten durch und nahm das Kunstwerk schließlich für 1120 Euro mit nach Hause.

Weitere Preise wurden „amerikanisch“ versteigert, eher eine höchst amüsante Art des Spendensammelns: Jeder legt etwas dazu. Der letzte Geber ist Gewinner. Da raschelte es nur so von Scheinen im Sammelkorb.

Kjer war es dann zu verdanken, dass auch das Schülerteam des Abends einen Gewinn davontrug: „Ihr habt morgen den ersten Unterrichtsblock frei“, verfügte die stellvertretende Schulleiterin am Ende des Abends.

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