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Tausende Euro Schaden : Schüler sind sauer über die Zerstörungen

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Ein neues Sonnensegel auf dem Haseldorfer Schulhof muss für 2000 Euro repariert werden. Der Rektor beklagt Vandalismus.

shz.de von
erstellt am 24.Jun.2016 | 16:30 Uhr

Haseldorf | Die Haseldorfer Grundschüler sind so richtig sauer. Die Hitze machte ihnen gestern sehr zu schaffen, die Sonne brannte in den Pausen erbarmungslos auf ihre Köpfe. Der Grund: Ihr 14.500 Euro teures Sonnensegel auf dem Schulhof ist beschädigt worden und musste deshalb abgebaut werden. Wie lange die Reparatur dauern wird, steht noch nicht fest. Rektor Joachim Kähler berichtet, dass es nicht der einzige Schaden ist. Nach dem Himmelfahrtstag fand er zertrümmerte Lampen, Grillreste und Glasscherben. Wegen des Vandalismus’ hat er Strafanzeige bei der Polizei erstattet.

Das Sonnensegel war erst im vergangenen Jahr vom Schulverein angeschafft worden. Möglich wurde die große Investition durch eine Spende von Dow Chemical. Das Ständerwerk aus dicken Baumstämmen wurde solide etwa ein Meter tief einbetoniert, schildert Vize-Schulvereinschefin Kristina Koopmann. Der Hauptmast ist so belastet worden, dass das Fundament verrückt wurde, eins der sechs Stoffsegel hat einen Riss. „Wir vermuten, dass die Sonnensegel als Hängematten missbraucht worden sind“, sagte Schriftführerin Stefanie Lekic. Ob die Beschädigung mutwillig herbeigeführt wurde, wissen die Mütter nicht. „Vielleicht waren die Täter einfach unbedacht, und es ist nicht bösartig geschehen“, sagte Koopmann.

Der Vorstand des Schulvereins überlegt nun, wie die Sonnensegel-Anlage repariert werden kann. Eine Kostenanalyse ergab: Etwa 2000 Euro müssen investiert werden. Der Hersteller wurde kontaktiert. „So etwas hat er bisher bei den von ihm erstellten Anlagen noch nie erlebt“, berichtet Koopmann.

Gott sei Dank sei die Schulvereinskasse gefüllt. Aber es sei mehr als ärgerlich, für eine Reparatur zu bezahlen, statt wieder etwas Gutes für die Kinder zu tun, so Lekic. Für Kähler ist klar: Seine Grundschüler waren es nicht.

Barfußlaufen ist jetzt verboten

Der Schulleiter und die Vereinsfrauen hoffen für die Zukunft auf bessere soziale Kontrolle. Denn der Schulhof ist für jedermann frei zugänglich, die Turnhalle ist über eine Tür vom Schulhof aus zu betreten. Und gleich nebenan liegt der Sportplatz. Koopmann bittet die Bevölkerung, die Leute anzusprechen, die Unfug machen, oder aber die Schule oder den Vorstand zu informieren.

Der an Himmelfahrt angerichtete weitere materielle Schaden beläuft sich laut Kähler auf etwa 400 Euro für die Erneuerung der Lampenabdeckungen, Montagekosten nicht inbegriffen. Besonders ärgert es den Pädagogen, dass Glas zertrümmert wurde. Scherben sind nicht nur im Häckselgut der Sonnensegel-Anlage zu finden, sondern auch auf der Wiese. Barfußlaufen ist den Kindern deshalb nun untersagt, da die Verletzungsgefahr zu groß ist. Der Grundschul-Chef berichtete zudem von angezündeten neuen Sitzgarnituren aus Holz und durch Feuer zerstörte Papierkörbe.

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