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Wedel-Schulauer Tageblatt

20. November 2017 | 13:04 Uhr

Schüler proben die Landtagswahl

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Gemeinschaftsschule Moorrege Neuntklässler werden mit Bundesprojekt fit gemacht für den Urnengang am 7. Mai

Erstmals dürfen in Schleswig-Holstein 16-Jährige bei den Landtagswahlen ihre Stimme abgeben. Damit die Teenager fit genug sind für diese neue Anforderung, haben drei neunte Klassen der Gemeinschaftsschule Moorrege (Gemsmo) an dem bundesweiten Projekt Juniorwahl teilgenommen. Im Wirtschaft- und Politik-Unterricht (Wipo) wurden die Grundbegriffe der Demokratie und des Wahlrechts durchgenommen. Gestern Vormittag ging es dann an die fiktive Wahlurne. Die Ergebnisse dürfen aber erst nach den Landtagswahlen am Sonntag, 7. Mai, veröffentlicht werden.

Lehrer Tobias Führmann ist von dem Juniorwahl-Konzept überzeugt. Er hatte eine eintägige Einführung im Kieler Landtag, Informationsmaterial und Wahlunterlagen wurden gestellt. „Wir haben Blut geleckt und werden das zur Bundestagswahl wiederholen“, verspricht er.

Bei Florian Petschel aus der Klasse R 9  a ist die Juniorwahl gut angekommen. Der 17 Jahre alte Tornescher darf am Sonntag erstmals wählen. „Es hat mir Klarheit über die Parteien gebracht, wer was vertritt“, ist sein Fazit. Er weiß bereits, wo er seine Kreuze macht. In die Volksparteien SPD und CDU hat er Vertrauen. „Die Politiker sabbeln zwar viel, aber SPD und CDU setzten sich auch für vieles ein“, meint er. In seinem Freundeskreis werde nur etwa die Hälfte der Wahlberechtigten ihre Stimme abgeben. Damit es für die AfD nicht hoch geht, sei deren Argumentation. „Die anderen sagen, sie haben keinen Bock zu wählen“, berichtet Petschel. Die Absenkung des Wahlalters sieht der Gemsmo-Schüler kritisch. „Viele Jugendliche lassen sich von dem politischen Gerede sehr beeinflussen, ohne es zu hinterfragen.“

Auch seine Klassenkameradin Finnja Hansen hat nach eigener Aussage viel gelernt. Die 15 Jahre alte Moorregerin würde nicht von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen. „Ich kenne mich einfach noch zu wenig aus“, sagt sie.

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www.juniorwahl.de

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