„Schön traurig“: Musik der Melancholie

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15. November 2018, 16:00 Uhr

Wie tröstend das Gefühl der Melancholie sein kann, ohne das Herz schwer zu machen, sondern erfüllt zu sein, von der Ruhe und Endlichkeit „Schön trauriger Musik“, soll den Zuhörern bei einem Konzert in der St.-Gabriel-Kirche am Haseldorfer Schlosspark vermittelt werden. Unter dem Motto „Melancholie in der Musik“ werden am Sonntag, 18. November ab 16 Uhr unterschiedliche Genres der Musik zu diesem Thema zu hören sein.

Das Konzert ist nach „Ackermann und der Tod“ das zweite gemeinsame Projekt des Kirchenmusikers Jörg Dehmel und dem Musiker und Leiter des in Haseldorf ansässigen „Pan-Theaters“, Michael Leye. Die Grundidee der beiden Künstler bei ihren Gedanken über die „Schöne Traurigkeit“ in der Musik war, dass es eigentlich keinen signifikanten Unterschied in der Ernsten- und der Unterhaltungsmusik gäbe, wie es die beiden Künstler beschreiben. Daraufhin beschlossen sie, beide Musikrichtungen gleichberechtigt nebeneinander zu stellen. Sie wählten jeweils vier Stücke aus ihrem Genre, welche die Verlassenheit als nicht destruktiv und die Definition von Melancholie, als eine Mischung aus Traurigkeit und Frohsinn darstellen sollen.

Im Wechsel wird Dehmel Musik von Johann Sebastian Bach, Dieterich Buxtehude, Girolamo Frescobaldi und Joseph Haydn an der Orgel vortragen und Leye im Altarraum Lieder von der Südamerikanerin Violeta Parra, den Beatles und einen Blues mit traurigen Versen des Haseldorfer Dichterprinzen Emil von Schoenaich-Carolath-Schilden zur Gitarre singen.

Der Eintritt kostet 10 Euro. Karten gibt es an der Tageskasse. Wie bei allen Konzerten von Kantor Jörg Dehmel haben Kinder freien Eintritt.

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