Schölermann bleibt Nummer eins

Bürgermeister Uwe Schölermann (rechts) und sein Kernteam mit Dr. Helmut Schübbe (von links), Dirk Koopmann, Helga Millahn, Thomas Körner, Dagmar Schmidt und Stefan Nickels.
Bürgermeister Uwe Schölermann (rechts) und sein Kernteam mit Dr. Helmut Schübbe (von links), Dirk Koopmann, Helga Millahn, Thomas Körner, Dagmar Schmidt und Stefan Nickels.

CDU Haseldorf stellt ihre Kandidaten und das Programm für die Kommunalwahl vor / Drei Parteilose auf Spitzenplätzen

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14. April 2018, 16:00 Uhr

Die Haseldorfer CDU setzt weiterhin auf die Kompetenz von Bürgermeister Uwe Schölermann. Sein Engagement wurde mit Platz eins auf der Liste für die Kommunalwahl am 6. Mai belohnt. Am Donnerstagabend stellte die Union im Haseldorfer Hof ihr Wahlprogramm vor und zog Bilanz. Die Resonanz auf die Einladung war eher bescheiden: Neben 15 Mitgliedern und Freunden, darunter die Kreistagskandidatin Sonja Wehner aus Hetlingen, fanden lediglich drei Bürger den Weg in den Saal.

Die CDU Haseldorf stellt derzeit neun Gemeindevertreter, vier Sitze hat die SPD. Die Christdemokraten schicken nicht nur doppelt so viele Frauen – nun zwei – ins Rennen als bisher, sondern setzen auch auf parteilose Kandidaten. Dagmar Schmidt (Platz 3), Olaf Schwarck (Platz 9) und Danny Podeus (Platz 10) sind nicht in der CDU.

Die Kommunalwahl 2018 sei etwas Besonderes, sagte Schölermann. Es habe sich im Dorf eine neue Partei gegründet. Deren oberstes Ziel sei es, die absolute Mehrheit der CDU zu brechen. „Unser Ziel ist es, etwas für unser Dorf zu tun“, setzte Schölermann dem entgegen. Die freie Wählergemeinschaft Bürger für Haseldorf (BfH) sei auch von SPD–Mitgliedern mitgegründet worden. „Das ist ein Komplott gegen die CDU um Mehrheiten zu erringen“, sagte er.

Einen Vorgeschmack auf „vertrauensvolle“ Zusammenarbeit im Rat mit der BfH habe es auch schon gegeben: Nach der Ostereier-Aktion habe er Post vom Ordnungsamt erhalten. Der Grund: Die CDU hatte den Stand nicht angemeldet. „Uns hat ein politischer Mitbewerber angezeigt“, berichtete Schölermann. „So kann gute Zusammenarbeit nicht aussehen.“

Auch mit der SPD ging der Spitzenkandidat hart ins Gericht. Namentlich nannte er Marina Hölck. Sie sei bei der letzten Wahl in den Rat gewählt worden, habe das Mandat nicht angenommen, trotzdem aber als bürgerliches Mitglied gearbeitet. Nun stehe sie wieder auf der SPD-Liste. Schölermann: „Das ist nicht seriös.“

Nach Auffassung Schölermanns steht seine Gemeinde gut da: „Haseldorf ist schuldenfrei.“ Die CDU habe alle Ausgaben auf dem Monitor. Es sei sehr zeitintensiv, sich um alles zu kümmern, räumte er ein. „Aber es lohnt sich.“ Gleich drei Millionenprojekte werden zukünftig finanziell zu Buche schlagen: die Turnhalle, der Bau oder die Anmietung des Amtsgebäudes für die Verwaltung des Amts Geest und Marsch Südholstein (Gums) und die Sanierung beziehungsweise der Neubau der Gemeinschaftsschule Moorrege (Gemsmo). Die CDU hat sich den Bau einer 1,5-Feld-Turnhalle auf die Fahnen geschrieben, die etwa 2,4 Millionen Euro kostet, zu denen noch die Abrisskosten kommen. Auch das Thema seniorengerechtes Wohnen soll wieder aufs Tapet.

Ziel der CDU ist es zudem, sich noch intensiver um Bürgernähe zu kümmern. Für die Mithilfe der Einwohner bei der Schaffung des Dorfentwicklungskonzepts zeigte sich Schölermann dankbar. Er räumte ein, dass es etwas schwierig sei, die Bürger mit ins Boot zu holen. Alle Sitzungen seien öffentlich, es gebe eine Einwohnerfragestunde. „Aber das scheint nicht der richtige Weg zu sein.“

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