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Wedel-Schulauer Tageblatt

19. Oktober 2017 | 00:30 Uhr

Wedel : Schnelle Hilfe für Wassersportler

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Der Wedeler DLRG testet modernes Rettungssystem auf der Elbe. Die Ortungssender befinden sich in Schwimmwesten.

shz.de von
erstellt am 08.Okt.2013 | 12:00 Uhr

Es geht um Minuten: Wenn Menschen in Seenot geraten, rennt die Zeit. Trotz Rettungswesten schweben die Verunglückten häufig in Lebensgefahr. Für die Retter ist es schwierig, den Verunglückten im Wasser zu finden. Sogenannte AIS-SART-Geräte sollen den Einsatzkräften das Wiederfinden erleichtern. SART steht für „Search and Rescue-Transponder“, zu deutsch „Suchen und Retten“.

Die neue Technik für die Sicherheit der Freizeit- und Berufsschifffahrt ist jetzt auch bei der DLRG in Wedel im Einsatz. Wenn etwa jemand über Bord geht, bläst sich die Weste automatisch auf und aktiviert per Reißleine und Magnetschalter den Sender. Dieser verschickt ein Notsignal, welches von der umliegenden Schifffahrt und Radarzentralen empfangen wird. Auf einem Monitor haben die Wedeler Lebensretter nicht nur einen Überblick über die Verkehrslage auf der Elbe und die Position der eigenen Boote. Auch die aktuelle GPS-Position der Verunglückten wird zusammen mit Kurs und Geschwindigkeit über Grund gesendet. Im Kern geht es darum, dass Träger der neuartigen Rettungswesten mit Sender schnell geortet und gerettet werden können.

Um alles gut im Griff zu haben, führte die DLRG nun eine große Übung in der Hanöfer Nebenelbe durch. „Ziel war es, das Zusammenspiel der Technik zu testen und zu üben“, erklärt der Wedeler DLRG-Ortsvorsitzende Jochen Möller. Mit erfahrenen Seekajakfahrern aus Kiel und Vertretern der Herstellerfirma Weatherdock aus Nürnberg spielten die Retter mehrere Szenarien durch, die denkbar sind. Die Einsatzkräfte fanden die gekenterten Paddler schnell – egal ob diese noch im Wasser trieben, sich an Land retten konnten oder bereits von vorbeifahrenden Schiffen an Bord genommen wurden. Die Notsender übermittelten zuverlässig die Position der Opfer.

Fazit der Übung: „Der Test hat gezeigt, dass die Technik einwandfrei funktioniert und eine große Hilfe bei der täglichen Arbeit der DLRG Wedel ist“, so Möller. Rettungsaktionen laufen nun viel schneller und präziser an als sonst und die Chancen eines Verunglückten, schnell und lebend gerettet zu werden, sind um ein Vielfaches höher. Für Wassersportler gut zu wissen: Auch außerhalb der Sommersaison können die Notsignale im Einsatzfall empfangen werden, so Möller.

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