Schillernde Gesellschaftskritik

Er vermischt Traum und Wirklichkeit.
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Er vermischt Traum und Wirklichkeit.

Das Reepschlägerhaus zeigt ab Donnerstag, 19. Juni, Werke des Barmstedter Künstlers Freddy Rode / Thema: Trauminseln

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06. Juni 2014, 16:00 Uhr

Der Barmstedter Freddy Rode stellt ab Donnerstag, 19. Juni, in Wedel aus. Der Künstler zeigt Bilder zum Thema „Trauminseln“ sowie „weitere Gemälde, die gemalt werden mussten“, so Rode. Seine Werke sind bis zum 27. Juli im Reepschlägerhaus zu sehen.

Rode wurde 1942 in Hannover geboren und studierte Porträtmalerei. Bis 2009 führte er 25 Jahre lang ein Arbeitsatelier im Barmstedter Galerie-Café-Schloßgefängnis, welches er mit seiner Frau führte und unterhielt. Er selbst bezeichnet sich als reinen Ateliermaler. Seine in Öl auf Leinwand gefertigten Exponate stellte er bereits in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland zur Schau. Die Höhepunkte seines bisherigen künstlerischen Schaffens sind ein erster und zweiter Preis, mit denen er in Roissy en Brie, nahe Paris, ausgezeichnet wurde.

Sein von Kunstkritikern als „Fantastischer Realismus“ eingestufter Malstil beschäftigt sich meist mit dem Planeten Erde. Darin findet sich immer wieder die Natur mit ihrer verletzlichen Schönheit und der Umgang des Menschen mit diesem kostbaren Gut. Damit übt Rode mal mehr, mal weniger subtile Gesellschaftskritik. „Es ist nicht meine Aufgabe, ausschließlich Bilder zu malen, die nur schön sind“, sagt der Künstler.


Poetische Mahnungen


Trotzdem gelingt es ihm poetisch zu mahnen und ihnen somit die belehrende Vordergründigkeit zu nehmen. Der Künstler engagiert sich mit Herzblut in Afrika. So baute er mit Hilfe von Spendengeldern in Äthiopien Brunnen, vor allem in abgelegenene Hochlanddörfer, die keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser hatten.

Was ist für Rode eine Trauminsel? Mal ist es die Gondel eines reichgeschmückten Heißluftballons, mal eine kleine Insel mitten im tiefblauen Ozean. Ohnehin bestimmen lebendige Blau- , Grün- und Erdtöne seine Bilder. Oft entdeckt der Betrachter darin Clowns. Sie zeigen auf die Welt, das Meer oder haben einen zarten Spatz auf der Hand sitzen. Ob sie dem Betrachter ein Spiegel sein sollen? Das kann jeder für sich entscheiden.

Die Vernissage beginnt um 19.30 Uhr. Die Laudatio hält Ursula Bruckwilder, der Künstler wird anwesend sein.

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