Sanierung der Wege auf Friedhof

Unebenheiten des Vorplatzes und eine durchgehende Stufe erschweren den Zugang zur Friedhofskapelle in Heist.
Unebenheiten des Vorplatzes und eine durchgehende Stufe erschweren den Zugang zur Friedhofskapelle in Heist.

Gemeinde Heist will kräftig investieren

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12. Juni 2019, 16:00 Uhr

Heist | Das Wegenetz auf dem Friedhof in Heist bereitete den Mitgliedern des Ausschuss für Umwelt, Straßen und öffentliche Flächen während ihrer jüngsten Sitzung einige Kopfschmerzen. Im derzeitigen unbefestigten Zustand können Rollator- und Rollerfahrer die Wege nur mit Mühe nutzen, nach stärkerem Regen sogar überhaupt nicht, da der Grund aus lockerem, feinem Sand dann zu weich ist. In der Beratung ging es um drei Befestigungsvarianten mit einer Asphaltierung als kostspieligster Möglichkeit, erschwinglicher mit einer Deckschicht aus Betonverbundpflaster oder noch billiger mit verdichtetem Glensanda-Deckkies. Die Stufe zur Kapelle sollen mittels einer Rampe überwunden werden.


Kosten bis mehr als 154 000 Euro

Das Amt Geest und Marsch Südholstein (Gums) favorisierte in seiner Vorlage Asphalt wegen seiner Langlebigkeit und des geringen Pflegeaufwands. Aber die Politiker befürchteten eine nachteilige Auswirkung auf das harmonische Erscheinungsbild des Friedhofs. Sie zogen deshalb nur das Verbundpflaster oder den Deckkies in Betracht. Die Seestermüher Firma E. A. Meinert Straßen- und Tiefbau veranschlagte die Kosten je nach Variante auf fast 92 000 beziehungsweise auf mehr als 154 000 Euro. Fördermittel stehen nach Auskunft des Amtes nicht zur Verfügung.

Die Diskussion im Ausschuss war zeitweilig recht lebhaft. Ein Politiker wollte wissen, wie viele Rollstuhlfahrer denn auf dem Friedhof unterwegs seien. Das erboste andere, die darin eine „bestürzende Klassifizierung“ der Menschen sahen. Wiederum andere waren der Meinung, dass der Friedhof den Ausschuss viel zu oft beschäftige und andere wichtige Themen darüber auf der Strecke blieben. Das Thema sollte an die Arbeitsgruppe Friedhofsplanung delegiert werden, war eine Empfehlung. Das erwies sich aufgrund der Gemeindeordnung aber als nicht rechtens.

Schließlich einigte sich der Ausschuss darauf, nur die Hauptwege zu pflastern. Die anderen Wege sollen je nach Nutzungsgrad befestigt werden, und zwar so, dass auch Bagger sie benutzen können, ohne Schaden anzurichten. Die Arbeitsgruppe Friedhofsplanung hatte dem Ausschuss eine Prioritätenliste vorgelegt, nach der die Reihenfolge der Arbeiten festgelegt werden soll. Vor der Auftragsvergabe will die Gemeinde zudem weitere Angebote einholen.

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