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Wedel-Schulauer Tageblatt

23. September 2017 | 04:19 Uhr

Safe gestohlen, Schränke geknackt

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Elbmarschenhaus Unbekannte erbeutet bei nächtlichem Einbruch 2600 Euro und Spiegelreflexkamera des Nabu / Zeugen gesucht

Als Elbmarschenhaus-Mitarbeiterin Petra von Frieling am Sonnabendmorgen die Räume des Informations- und Veranstaltungszentrums in der Hauptstraße 26 betrat, traute sie ihren Augen nicht: Der Inhalt von Schränken lag auf dem Boden, ein Fenster des Ausstellungsraums im Erdgeschoss war aufgehebelt worden, ebenso die Tür zum Info-Raum der Kreisjägerschaft, die hier beheimatet ist. Offensichtlich war eingebrochen worden. Die Betreuerin der Touristeninformation alarmierte die Polizei. Bis zum Eintreffen der Beamten bekämpfte sie die Angst, dass sich der Täter noch im Gebäude befinden könnte. Doch er war über alle Berge.

„Alles, was verschlossen war, wurde aufgebrochen und systematisch durchsucht“, sagte Elbmarschenhausleiterin Edelgard Heim. Zusammen mit Uwe Helbing, Schutzgebietsbetreuer des Naturschutzbundes (Nabu), der im Elbmarschenhaus sein Büro hat, verschaffte sie sich einen Überblick über den Schaden: Der Einbrecher erbeutete 2600 Euro samt Safe sowie eine Spiegelreflexkamera.

Nur ausnahmsweise befand sich Bargeld in dieser Höhe im Haus, betonte Heim. Die Kamera gehört dem Nabu und wurde zur Dokumentation von Beobachtungen im Naturschutzgebiet Haseldorfer Marsch genutzt. „Im Gegensatz zu den Einbrüchen in die Schulen der Umgebung, die in den vergangenen Wochen Schlagzeilen machten, haben wir es nicht mit Vandalismus zu tun“, so Heim fast dankbar. Denn es wurde nichts zerstört. Ersetzt werden müssen das Fenster und die Tür zum Jägerzimmer.

Laut Spurensicherung der Polizei handelte es sich aller Wahrscheinlichkeit nach um einen Einzeltäter. Innerhalb von 20 Minuten kann er alles abgesucht und das Haus durch die Fluchttüren, die sich von innen automatisch öffnen, wieder verlassen haben, so die Einschätzung der Fachleute von der Kriminalpolizei Pinneberg.


Licht muss kurzzeitig angegangen sein


Der Einbrecher ist von der nicht beleuchteten Straßenseite in das Elbmarschenhaus eingestiegen. Der Bewegungsmelder des Ausstellungsraums muss zumindest kurzfristig für Licht im Untergeschoss gesorgt haben.

Da es unwahrscheinlich ist, dass der Täter sein Diebesgut zu Fuß oder per Bus abtransportiert hat, nimmt die Polizei an, dass er mit dem Auto in Haseldorf unterwegs war. Die Beamten bitten um Mithilfe. Wer in der Nacht von Freitag, 13. Mai, auf Sonnabend, 14. Mai, etwas Ungewöhnliches beobachtet hat, wird gebeten, sich unter der Telefonnummer (0  41  01) 20  20 mit der Kripo Pinneberg in Verbindung zu setzen. >

www.elbmarschenhaus.de


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