Runder Tisch mit ersten Ergebnissen

Vier Sofortmaßnahmen sollen die Sicherheit der Kreuzungen Pinneberger Straße / Breiter Weg und Am Marienthal erhöhen

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21. Juli 2018, 16:00 Uhr

Handeln statt kaputtreden: Der Runde Tisch für mehr Verkehrssicherheit an den Kreuzungen entlang der Pinneberger Straße hat nicht lange diskutiert, sondern schnell Ergebnisse geliefert. Vier erste Maßnahmen will die Stadt umgehend umsetzen, um die Querungen Am Marienhof und am Breiten Weg für Fußgänger und Fahrradfahrer sicherer zu machen, erläutert Angela Hans von der städtischen Verkehrsaufsicht.

Ins Rollen gebracht hatte das Thema eine Online-Petition von Annemarie Schmidt, die nach dem Unfall einer Schülerin Unterschriften für die Unterstützung von „Mehr Sicherheit“ in den beiden Kreuzungsbereichen gesammelt und dem Bürgermeister übergeben hatte (wir berichteten). Daraufhin war der Runde Tisch mit Verkehrsaufsicht, Straßenbaulastträger, Polizei und Initiatoren vereinbart worden.

Greifbare Ergebnisse kamen wohl deswegen so schnell zustande, weil auch die Verkehrsaufsicht den Unfall zum Anlass genommen hatte, nach Verbesserungen für die verkehrliche Situation zu schauen, berichtet Hans. Die Schülerin querte mit dem Rad vom Trampelpfad neben der Wiedetwiete kommend bei grüner Fußgängerampel die Pinneberger Straße, als ein aus dem Breiten Weg abbiegender Lkw-Fahrer sie anfuhr. Um die Achtsamkeit aller Verkehrsteilnehmer zu erhöhen, soll jetzt ein Scherengitter auf dem Pfad aufgestellt werden. Das nehme den Radfahrern den Schwung, weil sie absteigen müssten, erklärt Hans. „Leider können wir den Weg selbst nicht verändern“, bedauert sie.

Den Abbiegeverkehr, der aus dem Breiten Weg kommend links in die Pinneberger Straße einfährt, soll ein zusätzliches Hinweisschild an den Fußgängerüberweg mahnen. Ein Schutzblinker an der Bedarfsampel warnt die Autofahrer bereits. Doch der sei an allen derartigen Ampelanlagen Pflicht. Noch mehr Aufmerksamkeit für das Grün der Fußgänger soll ein Schild vis a vis der wartenden Autofahrer bringen. „So dass sie gerade draufzugucken, wenn sie im Breiten Weg stehen“, erklärt Hans.

Die Initiative habe zudem die Idee von Piktogrammen auf der Fahrbahn eingebracht. Das wolle die Verkehrsaufsicht aufgreifen, bestätigt die Fachfrau. Die großen weißen Dreiecke mit dem symbolischen Kind darin sollen sowohl auf der Pinneberger Straße in der Abbiegung in den Breiten Weg, als auch auf dem Breiten Weg in der Abbiegung nach links in die Pinneberger Straße aufgebracht werden. „Das wird knapp, aber ich hoffe, dass wir die Markierungen bis zum Schulbeginn am 20. August umsetzen können“, sagt Hans.

Die vierte Maßnahme, die für mehr Sicherheit auf der Pinneberger Straße sorgen soll, betrifft die Querung Am Marienhof. Dort ist eine Bedarfsampel installiert, die den Fußgängern zehn Sekunden Zeit zum hinübergehen lässt. Für sie subjektiv zu wenig, wandten die Initiatoren ein. Anfang der Woche hat sich die Verkehrsaufsicht zusammen mit der Polizei die Kreuzung angeschaut. Jetzt soll eine zusätzliche Karenz von zwei Sekunden die Zeit verlängern.

Mit den Ergebnissen des Runden Tischs ist auch Online-Initiatorin Schmidt zufrieden. „Das ist ein guter Ansatz“, sagt die Mutter zweier Kinder, die die Pinneberger Straße täglich überqueren müssen. Angedacht sei jetzt, den Ausbau der Kreuzung Breiter Weg initiativ weiterzutreiben. Platz sei ihres Wissens nach vorhanden, um in der langen S-Kurve weitere und bessere Abbiegespuren zu installieren. Im September wollen sich die Teilnehmer des Runden Tisches wieder treffen. Unter anderem, um mögliche erste Erfahrungen auswerten.

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