Runder Tisch für die Sicherheit

Bürgermeister Niels Schmidt ließ sich von Annemarie Schmidt die neuralgischen Punkte an der Pinneberger Straße zeigen, für die sich die Wedeler Unternehmerin und Mutter Verbesserungen der Schulwegsicherheit wünscht.
Bürgermeister Niels Schmidt ließ sich von Annemarie Schmidt die neuralgischen Punkte an der Pinneberger Straße zeigen, für die sich die Wedeler Unternehmerin und Mutter Verbesserungen der Schulwegsicherheit wünscht.

Verkehr auf der Pinneberger Straße im Visier

shz.de von
28. Juni 2018, 16:00 Uhr

Das Quorum schrieb 600 Unterschriften vor, zum Schluss sind es knapp 700 Unterzeichner geworden, die die Online-Petition von Annemarie Schmidt unterstützt haben. Einen dicken Ordner brachte die Wedeler Mutter zweier Kinder deswegen mit zum Treffen mit Bürgermeister Niels Schmidt (parteilos), der Ansprechpartner für ihr Anliegen ist.

Annemarie Schmidt sieht die Verkehrssicherheit entlang der Pinneberger Straße und insbesondere an den auch von Schulkindern stark frequentierten Kreuzungen Wiedentwiete / Breiter Weg sowie Steinberg / Flerrentwiete stark gefährdet. „Das ist ein dauerhaftes Thema“, sagte sie in einem ersten Gespräch mit dem Tageblatt. Der Unfall einer Schülerin Ende April, die von einem in die Pinneberger Straße einbiegenden Lkw erfasst wurde, sei lediglich der letzte Anstoß für sie gewesen, endlich zu handeln. Nicht zuletzt aus eigener Erfahrung wisse sie, so die Wedelerin, wie gefährlich eine Querung der stark frequentierten Ausfallstraße sei. „Mindestens einmal in der Woche erlebe ich es, dass ich auf der Fahrbahn stehen bleiben muss, weil die Autos so schnell fahren.“


Stein ins Rollen gebracht

Bürgermeister Schmidt habe sich sehr beeindruckt von der starken Unterstützung für die Initiative gezeigt, berichtete Stadtsprecher Sven Kamin vom Treffen mit der Initiatorin. Die Wedeler Unternehmerin erläuterte dem Verwaltungschef die neuralgischen Punkte, zu denen sie zusätzlich zu den beiden Kreuzungen auch die ampellose Querung in Höhe Buchsbaumweg zählt. Gerade für Kinder sind diese Bereiche sehr unübersichtlich, betonte Annemarie Schmidt, und trotz der Ampeln risikoreich.

„Schmidt war interessiert“, lautet der Eindruck der Wedeler Mutter nach dem Gespräch. Das Ergebnis des Treffens ist die Verabredung zu einem Runden Tisch. Mit Vertretern aus den verschiedenen Fachdiensten des Rathauses sowie unter Miteinbeziehung von Fahrrad-Fachleuten aus der Wedeler Ortsgruppe des ADFC soll das Thema weitergehend besprochen werden, so die Vereinbarung, die getroffen wurde. Und damit nichts auf die lange Bank geschoben wird, wurde mit Dienstag, 3. Juli, gleich auch ein zeitnaher Termin festgezurrt.

Das gefällt Annemarie Schmidt: „Ich bin durchaus zufrieden, dass es jetzt weitergeht“, lautet ihre Bilanz des Gesprächs. Sie habe einen Stein ins Rollen gebracht, stellt sie durchaus erfreut fest: „Die Botschaft ist angekommen, irgendetwas muss jetzt gehen.“

Dass die Kreuzungen für die Wedeler Polizei keinen Unfallschwerpunkt darstellen, wurde im jüngsten Planungsausschuss deutlich. SPD-Fraktionsvorsitzende Sophia Jacobs-Emeis nahm den Verkehrsbericht von Frank Lassen, stellvertretender Revierleiter, zum Anlass, um nachzufragen, ob sich aus Sicht der Polizei Unfälle entlang der Pinneberger Straße häuften. Dessen Antwort: „Wir haben da keinen Schwerpunkt.“

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